Jetzt brennt der Baum: Aegerters Ducati-Platz wackelt
Nur noch zwei Fahrer aus den Top-10 der aktuellen Superbike-Weltmeisterschaft sind für 2026 ohne Job; und beide wollen den Platz im Ducati-Privatteam Go Eleven haben.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Seit Juli ist der Schweizer Dominique Aegerter auf der Suche nach einem anderen Team für die Superbike-WM 2026. Damals wurde ihm klar, dass er seinen Platz bei Yamaha nach zwei Jahren in der Supersport- und drei in der Superbike-WM verlieren wird – am 29. Juli bestätigte der japanische Hersteller den Bruch.
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In der Superbike-WM gibt es Stand heute nur noch einen sportlich reizvollen Platz: Beim Ducati-Privatteam Go Eleven. Dieses wird die Zusammenarbeit mit Andrea Iannone nach zwei nervenaufreibenden Jahren nicht fortsetzen; bislang stand Aegerter oben auf der Wunschliste der Italiener. Problematisch für Go Eleven und alle anderen Ducati-Privatteams: Für 2026 stehen gewaltige Investitionen in der Größenordnung von 800.000 Euro an, weil die neue Panigale V4R kommt und sie sämtliches Material neu kaufen müssen.
Aegerter hat stets betont, dass er mit bald 35 Jahren keine Mitgift bei einem Team abliefert. Also wird versucht, gemeinsam mit Go Eleven ein für interessierte Sponsoren reizvolles Paket zu schnüren – Ducati besitzt mehr Strahlkraft als jede andere Motorradmarke. Gesucht wird ein Partner, der einen niedrigen sechsstelligen Euro-Betrag zu diesem vielversprechenden Projekt beisteuern kann.
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Bislang ist das Paket nicht geschnürt, Aegerter erhofft sich täglich Fortschritte bei den Verhandlungen. Jetzt wird die Aufgabe noch schwerer, denn er bekommt ernstzunehmende Konkurrenz.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Am 5. September hat Honda-Werksfahrer Xavi Vierge auf SPEEDWEEK.com mit eindringlichen Worten berichtet, wie er von der Honda Racing Corporation nach dieser Saison abserviert wird – obwohl er seit 2023 immer der beste Honda-Fahrer in der WM-Gesamtwertung war. Am 16. September machte Honda die Trennung offiziell.
Aegerter und Vierge sind die einzigen Fahrer aus den Top-10 der laufenden Superbike-WM, die für 2026 noch keinen Job haben – und jetzt buhlen beide um den gleichen Platz bei Go Eleven. Das Go-Eleven-Team übt seit Wochen Druck auf Aegerter aus, doch solange das Sponsorenpaket nicht geschnürt ist, wird der zweifache Supersport-Champion nicht unterschreiben. Jetzt droht die Gefahr, dass das Management von Vierge diese Aufgabe schneller erledigt und Domi den begehrten Platz auf der Zielgeraden der Verhandlungen vor der Nase wegschnappt. Dann bliebe dem Rohrbacher nach der Beerdigung der MotoE nur noch die Supersport-Klasse, eventuell kombiniert mit der Langstrecken-WM.
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Fahrer in der Superbike-WM 2026:Bimota: Alex Lowes (GB), Axel Bassani (I) Kawasaki: Garrett Gerloff (USA) Honda: Jake Dixon (GB), Somkiat Chantra (T) ROKiT BMW: Danilo Petrucci (I), Miguel Oliveira (P) Pata Yamaha: Andrea Locatelli (I) GRT Yamaha: Remy Gardner (AUS), Stefano Manzi (I) Aruba.it Ducati: Nicolo Bulega (I), Iker Lecuona (E) Barni Spark Ducati: Yari Montella (I), Alvaro Bautista (E) Motocorsa Ducati: Ryan Vickers (GB) Elf Marc VDS Ducati: Sam Lowes (GB)
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