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Jonathan Rea rundete sich zurück: Durfte er das?

Immer wieder stehen die Stewards in der MotoGP- und SBK-WM in der Kritik, weil sie identische Vergehen sehr unterschiedlich bestrafen. Bei Ducati herrschte deswegen zuletzt große Unzufriedenheit.

Superbike WM

Im Artikel erwähnt


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Das bestimmende Thema nach dem SBK-Event in Magny-Cours war der Rammstoß von Jonathan Rea (Kawasaki) gegen Alvaro Bautista (Ducati). Während der Spanier im Kiesbett landete und leer ausging, bekam der Nordire zwar einen Long-Lap-Penalty, kam aber dennoch als Fünfter ins Ziel und kassierte dafür wichtige elf Punkte.

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Bereits nach dem Samstagrennen war Rea der Auslöser hitziger Auseinandersetzungen gewesen. Nach einem selbstverschuldeten Sturz in der Anfangsphase konnte sich der sechsfache Weltmeister an die Box retten und ließ dort seine ZX-10RR reparieren. Mit einer Runde Rückstand kehrte er ins Rennen zurück und fuhr, als würde er um Platzierungen kämpfen. Rea störte mit seinen Überholmanövern die Fights um die Positionen 6 bis 11, wofür er nach dem Rennen einige Kritik erntete.

"Im Nachhinein hätte ich fast gesagt, wieso mischt er sich ein? Aber in dem Fall habe ich das überhaupt nicht realisiert. Ich dachte, er wäre im Rennen", erzählte Philipp Öttl, der Achter wurde.

Diskussionen um Rea gab es vor allem, weil es eine Woche zuvor im Misano-GP einen identischen Vorfall in der Moto3-Klasse gab. Der WM-Zweite Sergio Garcia stürzte, ließ an der Box seine GASGAS reparieren, kehrte ins Rennen zurück und mischte sich mit einer Runde Rückstand in Positionskämpfe ein. Das FIM MotoGP Stewards Panel zeigte dem 19-Jährigen die schwarze Flagge und nahm ihn aus dem Rennen.

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"Der eine sah die schwarze Flagge, beim anderen passierte nichts, einfach nichts", kritisierte Aruba-Ducati-Teammanager Serafino Foti. "Manchmal sind die Strafen hart, beim nächsten Mal passiert nichts. Das ist in meinen Augen nicht gut, es braucht eine klare Linie."

So sieht das auch Marco Zambenedetti, Ducatis Technischer Koordinator für die Superbike-WM: "Dass er das Rennen anderer Fahrer störte, machte keinen Sinn. Ich verstehe, dass er Daten sammeln wollte für das Rennen am Sonntag, aber er hätte sich raushalten müssen."

"Ich glaube nicht, dass es richtig war, dass Johnny überholte und sich einmischte", meinte Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu. "Es ist aber nicht an mir, das zu beurteilen. Das ist die Aufgabe von FIM und Dorna."

Tatsächlich gibt es im Regelbuch für die drei SBK-Klassen keinen Passus, aufgrund dessen Jonathan Rea für das Zurückrunden hätte bestraft werden können. Blaue Flaggen gelten nur für Fahrer, die überrundet und zum Platz machen aufgefordert werden. Und weil er gegen keine Regel verstieß, gab es keinen Grund für die schwarze Flagge.

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Keiner der Regelbuchschreiber hatte den Gedanken, dass ein sehr schneller Fahrer nach einem Boxenstopp ins Rennen zurückkehren und sich derart einmischen könnte – trotz einer Runde Rückstand.

Rea hatte mehrere Gründe, um weiterzufahren: Er wollte nach dem verregneten Freitag Daten auf trockener Strecke sammeln. Und er wäre noch im Rennen gewesen, wäre dieses abgebrochen und neu gestartet worden.

An seiner Platzierung änderten die Überholmanöver nichts, sie beeinflussten nur unnötigerweise den Rennverlauf.

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Bimota by Kawasaki Racing Team

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