Superbike WM • Neu
Honda-Blamage in Donington Park – Dixon und Chantra waren chancenlos
Als Elfter im ersten Superbike-WM-Lauf in Donington Park verlor Miguel Oliveira am Samstagnachmittag als bester BMW-Fahrer 28,7 sec auf den Sieger. Solche Rückstände geben Team und Fahrer zu denken.
2024 und 2025 feierte BMW in Donington mit Toprak Razgatlioglu jeweils Siege in allen drei Rennen, die Messlatte lag damit sehr hoch. Um nach den langwierigen Verletzungen von Miguel Oliveira und Danilo Petrucci bestmöglich auf den letzten Event vor der fast achtwöchigen Sommerpause vorbereitet zu sein, testete das BMW-Werksteam Ende Juni mit seinen Fahrern auf der Strecke in Mittelengland sogar.
Genutzt hat das wenig: In den beiden freien Trainings am Freitag verloren Petrucci und Oliveira über eine Sekunde zur Spitze und strandeten auf den Rängen 17 und 20 – im 23er-Feld.
Am Samstag gelangen bezüglich Rundenzeiten deutliche Fortschritte, doch die machte die Konkurrenz auch. Immerhin: Oliveira und Petrucci qualifizierten sich für die Startplätze 12 und 13. Die Zielflagge sahen sie im ersten Rennen als 11. und 15. – erschütternde 28,7 und 36,3 sec hinter Sieger Iker Lecuona aus dem Aruba-Ducati-Werksteam.
Das erwartet man von einer Weltmeisterschaft.miguel oliveira über harte konkurrenz
«Diese Resultate spiegeln den Einsatz des Teams und von mir nicht wider», betonte Oliveira im persönlichen Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Die harte Realität ist, dass das Rennen dieses Jahr 29 sec schneller war als im Vorjahr und ich verlor 28 sec auf den Sieger – das ist nicht genug. Was immer wir tun müssen, im Moment tun wir es nicht. Nicht, weil wir es nicht versuchen oder es uns an Erfahrung oder Fähigkeiten fehlt. Aber wenn es einfach wäre, dann wäre jeder ein Ingenieur oder Fahrer in einer Weltmeisterschaft. Das ist ein harter Job, die Gegner machen ihn noch härter. Das ist nett, weil man das von einer Weltmeisterschaft erwartet.»
Vor dem Wochenende gingen alle bei BMW davon aus, dass ihnen der Test zumindest einen kleinen Vorteil zu Beginn verschaffen würde. Nach dem missratenen Freitag und Samstag beurteilt Oliveira das anders: «Ein Test kann ein Startpunkt sein, an dem du mit der Arbeit an der Abstimmung beginnst. Aber wir waren hier und das Bike funktionierte nicht. Wir machten ein paar Änderungen, von denen wir dachten, dass sie uns in die richtige Richtung bringen. Wir kamen mit anderen Ideen zum Rennen, testeten sie und jagten den ganzen Freitag etwas nach, das nicht da war. Also schlossen wir dieses Kapitel und wissen jetzt aus den Erfahrungen dieser zwei Tage, was wir nicht machen sollen.»
Der Portugiese abschließend: «Als ich in Misano zurückkam, war ich immer noch stark verletzt. Wir haben das Motorrad kaum angerührt, weil ich wusste, dass ich an dem Wochenende nicht gut fahren werde. Darauf wollte ich aufbauen, am Ende war das Ergebnis gar nicht so schlecht. Jetzt bin ich wieder voll fit und mache alles, was möglich ist, aber wir sind nicht bei der Musik.»
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.