Sam Lowes (4.) über Lecuona und Bulega: «Sie sind weit vor allen anderen»
Sam Lowes (Marc VDS) beendete Lauf 1 beim Superbike-Event in Donington auf Rang 4. Was er über die Ducati-Werksfahrer sagt und wie wichtig es ihm ist, beim Heimrennen der schnellste Brite zu sein.
Schon in den Trainingssessions stellte Marc-VDS-Pilot Sam Lowes klar, dass man beim Superbike-Meeting in Donington in seiner britischen Heimat mit ihm rechnen muss. Im Qualifying am Samstagmittag stellte er seine Ducati Panigale V4R auf Startplatz 4.
In Rennen 1 erwischte der Routinier dann einen sehr guten Start. Er konnte Yari Montella (Barni Ducati) gleich zu Beginn überholen. Sein Markenkollege aus Italien kam im weiteren Verlauf aber immer besser in Schwung und ging am Ende des ersten Renndrittels wieder an Lowes vorbei. Danach fuhr der 35-Jährige ein konstantes Rennen. Die Ziellinie überquerte er mit fünf Sekunden Rückstand auf Montella und gut zweieinhalb Sekunden vor Thomas Bridewell (Ducati).
«Es war nicht schlecht. Als mich Montella überholte, wusste ich, dass sein Motorrad etwas besser funktionierte. Ich wollte dann Bridewell und die anderen Jungs hinter mir halten», meinte Sam Lowes in der anschließenden Medienrunde. «Es war, wie ich erwartet hatte. Ich hatte zwei gute erste Runden, ich war mit meiner Pace zufrieden, und ich konnte es ins Ziel bringen. Die Samstagsrennen in Most und Misano nicht zu beenden, machte dort die Sonntage umso schwieriger. Heute hatte ich aber einen sehr soliden Tag. Natürlich würde ich in so einem Rennen gerne auf dem Podest stehen, aber die anderen Jungs machten es einfach besser. Die Werksfahrer haben ein Extra – sie zeigen es mit dem Paket, das sie zur Verfügung haben, schon das ganze Jahr. Sie sind weit vor allen anderen.»
Welche Chancen rechnet sich Lowes für die Rennen am Sonntag aus? «Wenn die Strecke morgen etwas kühler ist, können wir vielleicht versuchen, mit Montella mitzuhalten. Es ist mein Heimrennen und ich kann mich vor allem im ersten Sektor noch verbessern – dort verliere ich momentan sehr viel Zeit. Das kommt nicht vom Motorrad, sondern ich kann da selbst noch etwas besser machen.»
War Lowes überrascht, dass Thomas Bridewell über die gesamte Renndistanz mit ihm so gut mithalten konnte? «Nicht wirklich. Die Ducati ist unglaublich im Moment und es besteht ein massiver Unterschied zu den anderen Motorrädern. Dazu kommt, dass er ein Kerl mit sehr viel Erfahrung auf diesen Strecken ist. Wir haben dazu eine Videoanalyse gemacht – die Art und Weise, wie er in den Kurven fährt, ist sehr beeindruckend», fand Lowes lobende Worte über seinen Landsmann. «Es ist eine körperlich sehr anstrengende Strecke, und er ist dabei. Ich bin aber clever genug, um zu wissen, dass jeder in der Startaufstellung ein guter Fahrer ist. Wenn einer davon alles zusammenbringt, ist er dabei.»
Sam Lowes war am Samstag in Donington der beste Brite. Wie wichtig ist ihm dieser Status? «Für mich ist das ehrlich gesagt nicht so wichtig. Für mich geht es mehr darum, mich nach Misano zu verbessern», winkte er ab. «Es war wichtig, das Rennen heute zu beenden, um eine weitere Chance am Sonntag zu haben und näher an der Spitze dran zu sein. Bei den Heimrennen habe ich in der Vergangenheit aber immer eine großartige Unterstützung erhalten. Ich konnte zwar nie ein Rennen gewinnen, aber ich habe gute Resultate erzielt und schöne Erinnerungen aus der Zeit in der Supersport-WM. Es ist immer ein Privileg, hier zu fahren. Hoffentlich kann ich es am Sonntag noch besser machen.»
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