Portimão-Test: Ducati fabelhaft, BMW mit Sorgen
Während Álvaro Bautista mit der Bestzeit beim Test der Superbike-WM in Portimão die Performance der neuen Ducati bestätigte, ist das 2023er-Modell der BMW M1000RR scheinbar nicht der erhoffte große Wurf.
Eine Stunde vor Ende des zweiten und letzten Testtages in Portimão um 17 Uhr MEWZ führte Álvaro Bautista (Ducati) in 1:39,035 min die Zeitenliste an. Diese Zeit war noch einmal um 0,6 sec schneller als die Dienstag-Bestzeit seines Teamkollegen Michael Rinaldi. Nur 0,009 sec langsamer als der Weltmeister war Jonathan Rea (Kawasaki). Aber nicht alle Piloten legten es auf eine schnelle Runde an.
Die bei wärmeren Bedingungen im Sommer gefahrenen Rekorde sind deutlich langsamer: Den Rundenrekord in Portimão stellte Rea 2019 in 1:41,272 min auf, den Pole-Rekord hält seit 2021 Toprak Razgatlioglu (Yamaha) mit 1:40,219 min.
Am Nachmittag konzentrierten sich die Teams auf ihr Testprogramm. Manche Teams beendeten den Test etwas früher, andere fuhren bis zur letzten Minute. Eine finale Zeitenjagd um die Testbestzeit fand aber nicht statt.
Es blieb somit bei der Bestzeit von Bautista, der nicht nur deswegen als Favorit in die neue Saison geht. Denn der 38-Jährige fuhr nicht nur schnelle Rundenzeiten, sondern überzeugte auch mit seiner Konstanz im Renntrimm. Dass die neue Ducati V4R prächtig funktioniert, bestätigt auch der dritte Platz von Rinaldi mit nur 0,109 sec Rückstand.
Übrigens: Rinaldi ist der einzige Teilnehmer, der in Addition seiner besten Sektorzeiten die 1:39 min Hürde nimmt und theoretisch eine 1:38,980 min hätte erreichen können!
Eine solide Performance lieferte Iker Lecuona beim Portimão-Test ab. Der 23-Jährige reihte sich mit der Honda CBR1000RR-R mit 0,7 sec Rückstand auf Platz 6 ein.
Bester Rookie wurde mit 1,2 sec Rückstand Remy Gardner, der damit auch 0,6 sec schneller war als sein GRT-Yamaha-Kollege Dominique Aegerter. Nach einem problematischen ersten Testtag erreichte SBK-Rückkehrer Tom Sykes (Puccetti Kawasaki) eine ermutigende Zeit von 1:40,586 min.
Philipp Öttl und sein Team Go Eleven kämpfen noch mit der Anpassung der Ducati V4R für den Deutschen: Nur Platz 15 mit fast 1,8 sec Rückstand.
Für das BMW-Highlight sorgte am Mittwoch Bonovo action-Pilot Loris Baz auf der elften Position, wobei der Rückstand von 1,6 sec mit einem Werksmotorrad kein gutes Licht auf die neue M1000RR wirft.
Grundsätzlich darf man den Zeiten bei einem Test aber nicht zu viel Bedeutung beimessen. Welchen Reifen ein Fahrer bei seinem Run verwendet hat, und ob das Motorrad vollgetankt oder im Quali-Trimm war, wissen nur die Teams und Fahrer.
Der Portimão-Test war der letzte in Europa. Das Material wird schon bald für den Transport nach Australien gepackt, wo am letzten Februar-Wochenende der Saisonauftakt stattfindet. Unmittelbar davor findet der offizielle Dorna-Test auf dem Phillip Island Circuit statt.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach