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«Die Superbike-WM ist jetzt fast wie ein Ducati-Cup», kritisierte Champion Toprak Razgatlioglu aus dem BMW-Werksteam nach dem Saisonstart in Australien. «Alle Ducati fahren vorne, das ist nicht normal.»
Nach dem Qualifying und ersten Rennen in Australien sprach Toprak Razgatlioglu, als wäre er
Es gab Hoffnung bei BMW, dass die Ergebnisse am Sonntag ähnlich ausfallen würden. Bulega fuhr die ganze Woche auf Phillip Island in seiner eigenen Welt, doch dahinter waren fünf Fahrer plus/minus auf dem gleichen Level und Toprak gehörte zu ihnen.
Im Sprintrennen am Sonntagmittag leistet sich der Red-Bull-Athlet mit der Startnummer 1 in der vierten Kurve einen seltenen groben Fahrfehler und verbremste sich, Bulega und Iannone hatten großes Glück, dass sie nicht von Razgatlioglu abgeschossen wurden. Der Weltmeister fuhr nach diesem Schnitzer zwar weiter, kam aber nur als 13. ins Ziel.
Das warf ihn für das zweite Hauptrennen vom zweiten auf den zehnten Startplatz zurück. Bis zum vorgeschriebenen Boxenstopp mit Räderwechsel konnte sich der 57-fache Laufsieger bis auf den fünften Rang nach vorne kämpfen. Als Toprak den Wechsel vollzogen hatte war bereits nach wenigen Metern klar, dass es ein technisches Problem an seiner M1000RR gibt. Er rollte aus und kassierte zum zweiten Mal am Sonntag null Punkte.
Mit den 20 Zählern aus dem ersten Rennen liegt der Champion nur auf dem achten Gesamtrang – hat aber zwei Punkte mehr auf dem Konto als nach dem Auftakt im Vorjahr.
"Es ging schon im Superpole-Race schlecht los, ich hatte ein größeres Problem", stöhnte Razgatlioglu. "Ich hatte Glück, dass ich keinen getroffen habe und nicht gestürzt bin. Im zweiten Hauptrennen fühlte sich das Motorrad besser an als am Samstag, ich hatte mehr Grip. Dann trat ein Problem auf und ich entschied mich aufzuhören. Ich war nach den ersten Rennen der Saison noch nie sehr glücklich, die vergangenen zwei Jahre begann es auch sehr seltsam. Ich fokussiere mich jetzt schon auf die nächsten Rennen in Europa. Dort will ich gegen die Ducati kämpfen – die WM ist jetzt fast wie ein Ducati-Cup. Wir werden in dem einen Monat bis dahin arbeiten und versuchen, stärker zurückzukommen."
Mitte März testet BMW neben anderen in Portimao, "diese zwei Tage werden sehr wichtig für uns", betonte das Aushängeschild von BMW. "Wir werden versuchen, das Motorrad zu verbessern, wir sind noch nicht bei 100 Prozent. Aber die anderen machen auch viel Druck. Es überrascht mich nicht, dass Bulega schnell ist, er war auch letztes Jahr stark. Und Alvaro ist auch nicht schlecht. Aber dieses Jahr fahren alle Ducati vorne, das ist nicht normal. Ich hoffe, dass es nicht so weitergeht, denn so genießt es keiner. Wenn es in der Superbike-WM in Zukunft so weitergeht, dann glaube ich nicht, dass ich noch hier fahren werde."
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