Scott Redding (BMW): «Stresslevel war extrem hoch»
Nach den Rennen in Aragon hatte BMW-Werksfahrer Scott Redding fluchtartig den Ort des Geschehens verlassen und die Aussage verweigert. In Assen sprach er offen über das «schlimmste Superbike-Wochenende» seiner Karriere.
Mit knapp zwei Wochen Abstand und dem erfolgreicheren Trainings-Freitag in Assen stieg auch die Laune des Engländers – Scott war entspannt wie sonst immer und redete frei von der Seele.
Dabei war er im FP2 gestürzt und landete mit 1,189 sec Rückstand auf den Schnellsten Bautista auf Platz 11. Loris Baz als Bester des BMW-Quartetts war eine Viertelsekunde schneller und wurde Achter.
"Mir rutsche das Vorderrad weg, ich war am Limit", hielt der 29-Jährige fest. "Ich fühle mich besser in Assen, das Motorrad funktioniert etwas besser – hier gibt es weniger Kurven. Mein Gefühl ist besser, jetzt kann ich so fahren, wie ich mir das vorstelle. 70 Prozent der Verbesserung macht die Strecke aus, 30 Prozent Änderungen am Bike. Das bedeutet, dass es funktionieren kann. Ich fühlte mich bereits in den ersten Runden besser. Dann nahmen wir einige Änderungen vor und machten einen weiteren Schritt."
"Seit ich Superbike fahre, war das mein schlimmstes Wochenende", meinte Redding zu Aragon. "Da kamen viele Dinge zusammen. Auch der Umstand, dass wir dort zuvor zwei Tage getestet haben. Es lief im Test nicht so gut, dann kommt es dir vor, als würde eine Woche lang nichts vorwärts gehen. Dadurch fühlt es sich schlimmer an. Weil du jedes Mal, wenn du rausfährst weißt, wie schwierig es ist, einen Schritt zu machen. Mein Stresslevel war deshalb extrem hoch."
Mit der Verpflichtung von Redding gehen bei BMW hohe Erwartungen einher. Doch um diesen gerecht werden zu können, braucht er auch das richtige Arbeitsgerät. Der 12-fache Laufsieger weiß, dass die Bäume nicht von heute auf morgen in den Himmel wachsen.
"Ich tue mir schwer mit den Richtungsänderungen, körperlich ist das sehr anstrengend", meinte der zweifache Vizeweltmeister. "Mit meinem Rhythmus liege ich im Bereich von Platz 6. Das ist mein Ziel und das halte ich auch für erreichbar. In Aragon hatte ich das gleiche Ziel, aber das war unmöglich. Hier ist das Potenzial vorhanden, uns etwas besser zu schlagen."
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