Guim Roda (Bimota): «Kawasaki steht voll und ganz hinter dem SBK-Projekt»
Teammanager Guim Roda erklärt die besondere Struktur des Bimota-Projekts in der Superbike-WM und betont: Kawasaki steht weiterhin voll hinter dem Werkseinsatz mit der Bimota KB998 Rimini.
Das Bimota-Projekt in der Superbike-WM ist nicht nur technisch eine besondere Konstellation, sondern auch organisatorisch. Hinter der KB998 Rimini steckt ein internationales Konstrukt aus unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten: Das ehemalige Kawasaki-Werksteam Provec arbeitet als spanisch geprägte Mannschaft mit dem italienischen Hersteller Bimota und dem japanischen Mutterkonzern Kawasaki zusammen.
Für Teammanager Guim Roda ist genau dieser internationale Charakter eine der großen Besonderheiten des Projekts. «Das Team ist ein Mix aus Spaniern, Italienern, Deutschen, Engländern, Franzosen und Katalanen», erklärte der Spanier im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Bereits das Team ist ein Mix unterschiedlicher Kulturen. Es arbeitet mit einem italienischen Kleinserienhersteller und einem internationalen japanischen Hersteller zusammen.»
Gerade diese Vielfalt mache die Zusammenarbeit spannend – bringe aber gleichzeitig auch Herausforderungen mit sich. «Es ist eine faszinierende Zusammenarbeit, die aber gleichzeitig auch komplex ist», betonte Roda. «Es funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Doch wir performen Schritt für Schritt immer besser. Das zeigt, dass es funktioniert.»
Die Rolle von Kawasaki beim Bimota-Projekt in der Superbike-WM
Dass Bimota nach den ersten vier Rennwochenenden der Superbike-WM 2026 bereits erster Ducati-Verfolger in der Herstellerwertung ist, wertet Roda deshalb auch als Bestätigung für die Struktur des Projekts.
Gleichzeitig stellte der Teammanager klar, dass Kawasaki trotz der stärkeren Ausrichtung auf die Marke Bimota weiterhin voll hinter dem Superbike-Programm steht. Nach außen entstand zuletzt teilweise der Eindruck, Kawasaki habe sich durch das neue Projekt aus der ersten Reihe zurückgezogen. Laut Roda sei jedoch genau das Gegenteil der Fall.
«Unterm Strich ist es noch genau so wie früher», erklärte er. «Das Konzept des Kawasaki Racing Team-Projekts ist unverändert. Deshalb bezeichnen wir das Team als Bimota by Kawasaki Racing Team – es ist das Werksprojekt von Kawasaki, das die Rennaktivitäten in der Superbike-WM ausübt.»
Verändert habe sich vor allem die Markenstrategie innerhalb des Konzerns. «In der Vergangenheit richtete sich der Fokus auf Kawasaki. Jetzt geht es um die Marke Bimota», erläuterte Roda. «Parallel dazu unterstützen Kawasaki und das Kawasaki Racing Team das Puccetti-Projekt. Unterm Strich unterstützen wir beide Projekte, fokussieren uns aber auf das Bimota-Projekt.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach