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Evan-Bros-Boss lobt ZX Moto: «Rasante Entwicklung – und Lernbereitschaft!»
Evan-Bros-Teamchef Fabio Evangelista erklärt exklusiv bei SPEEDWEEK.com den Wechsel von Yamaha zu ZX Moto, spricht über chinesische Dynamik und den Status als Werksteam.
VonSebastian Fränzschky und Ivo Schützbach
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Als das italienische Traditionsrennstall Evan Bros Racing im Herbst seinen Abschied von Yamaha verkündete, rieben sich viele im Fahrerlager die Augen. Von 2018 bis 2025 setzte das Team auf Material aus Japan – zunächst auf die R6, zuletzt auf die neue R9 – gewann mit Randy Krummenacher und Andrea Locatelli Weltmeistertitel, zahlreiche Rennen und 2025 noch die Teamwertung der Supersport-WM.
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Spätestens bei der Präsentation der neuen 820RR-R auf der EICMA in Mailand war klar: Hier entsteht etwas Neues. In der laufenden Saison tritt Evan Bros als offizielles ZX-Moto-Werksteam in der Supersport-WM an. Mit Valentin Debise und Federico Caricasulo sowie der neuen ZX Moto 820RR-R gelang in Australien ein starker Einstand – Debise stellte die Maschine in die erste Startreihe, das Team mischte auf Anhieb im Spitzenfeld mit. Evan Bros nach Wechsel zu ZX Moto «zu 100 Prozent ein Werksteam» ZX Moto wurde vom Kove-Gründer Zhang Xue aufgebaut. Der Unternehmer hatte mit der von ihm mitentwickelten Kove 321RR bereits in der Supersport-300-WM für Aufsehen gesorgt – 2025 holte Benat Fernandez damit den Titel. Xue suchte den direkten Kontakt zu Fabio Evangelista – und überzeugte ihn. Evangelista verfolgte jahrelang den Traum, einen Werksauftritt zu leiten. Jetzt ist dieser Traum Realität geworden. «Ich weiß es gar nicht genau, weil ich noch nie zuvor echte Werkserfahrung hatte. Aber aktuell können wir sagen, dass wir zu 100 Prozent Werksteam sind, weil sie zu 100 Prozent hinter uns stehen», kommentierte der Italiener im Exklusiv-Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach.
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Evangelista hatte jahrelang versucht, mit Yamaha den nächsten Schritt zu gehen. «Ich war auch neun Jahre lang glücklich mit Yamaha als werksunterstütztes Team. Aber jetzt eine Marke als Werksteam zu repräsentieren und vor allem meine Techniker in die Entwicklung von Motorrad und Motor einzubinden, gibt uns 100 Prozent Motivation. Das wollten wir in der Vergangenheit, aber es war nicht möglich.»
Genau hier liegt für ihn der Unterschied zwischen einem werksunterstützten Team und einem echten Werksteam. «Okay, vielleicht ist es bei anderen Marken wie Ducati, Honda oder Yamaha als Werksteam anders als bei uns im Moment, weil deren Wissen und Systeme durch ihre Erfahrung natürlich auf einem anderen Level sind. Aber in unserem Fall – besonders nachdem wir im Dezember drei Tage bei ihnen am Prüfstand gearbeitet und sie geschult haben – haben sie sich wirklich verändert. Sie haben sich wirklich verändert.» Das Vertrauen sei nach der Vertragsunterzeichnung auf der EICMA noch einmal gewachsen. «Sie haben uns schon vertraut, als wir den Vertrag unterschrieben haben. Aber nachdem sie meine drei Jungs am Prüfstand arbeiten sahen, hat sich dieses Vertrauen noch einmal verdoppelt», so Evangelista.
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Rasante Entwicklung – und Lernbereitschaft Dass ZX Moto massiv involviert ist, zeigt sich in vielen Details. Design, Verkleidung, Farbgebung – vieles wurde in China entschieden. «Die Farben und alles andere wurden in China von ihnen festgelegt. Auch bei der Verkleidung wollte ich Anpassungen, um sie zu verbessern, aber sie haben sich selbst darum gekümmert.» Technisch zeigte sich Evangelista positiv überrascht: «Die Reaktionen von ihnen sind sehr schnell. Der Motor wurde von ihnen gebaut. Wir haben einige kleine Details gefunden, die man anpassen musste. Aber ich muss sagen, sie haben wirklich ein gutes Produkt gebaut.»
Für ein Werk, das erst seit April 2024 existiert, ist das bemerkenswert. «Absolut. Wir sind nicht nur wegen unserer Erfahrung und unseres Wissens vorne dabei. Wir sind dort wegen der Fahrer und wegen ihrer Unterstützung. Die Basis des Motorrads ist sehr gut. Es braucht nur Feinarbeit und Rennsport-Know-how. Und genau das fehlt ihnen noch», schilderte Evangelista.
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Gerade bei der Arbeit auf dem Prüfstand spüre man die fehlenden Erfahrungen der Ingenieure: «Teilweise merkt man, dass sie noch sehr jung sind – jung in Bezug auf Erfahrung und Wissen. Aber sie haben wirklich gute Arbeit geleistet.» Entscheidend sei die Mentalität. «Sie sagen nicht: Wir sind die Besten. Sie sagen: Wir wollen die Besten sein.» Rasantes Wachstum: Mitarbeiterzahl wächst rapide Evangelista schildert auch das rasante Wachstum der Marke. «Als ich am 1. September nach Italien zurückkam, waren es 400 Mitarbeiter. Am 5. November waren es schon 600. Und letzte Woche waren es 700 Personen», staunte der Evan-Bros-Teamchef. Für ihn ist klar: Diese Dynamik unterscheidet sich von der oft konservativen Herangehensweise japanischer Werke. Während man dort in etablierten Strukturen denkt, herrscht in China Aufbruchsstimmung – gepaart mit enormer Investitionsbereitschaft. Beim Projekt in der Supersport-WM trägt ZX Moto sämtliche Entwicklungskosten, stellt Motorräder und Ersatzteile. «Sie bezahlen alle Entwicklungskosten. Als unterstütztes Team habe ich im vergangenen Jahr zwar Geld von Yamaha erhalten, musste aber Motorräder und Ersatzteile selbst bezahlen. In diesem Fall ist das gesamte Material nicht Teil unseres Kostenrisikos.»
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Evan Bros verantwortet Personal, Logistik und eigene Entwicklungsprojekte – etwa Motoren-Tuning oder künftige Windkanaltests. «Wir investieren gerne in die Motorenentwicklung. In Zukunft werden wir auch in den Windkanal gehen. Das bezahlen wir selbst, weil es unsere Entscheidung ist.» Know-how-Transfer in beide Richtungen Evangelista weiß, dass sein Team Wissen einbringt, das ZX Moto bislang fehlt. «Ich glaube, es ist noch zu früh, um zu verstehen, ob sie unser Wissen bezahlen oder bezahlen werden. Es ist nicht einfach, Wissen zu quantifizieren. Aber wahrscheinlich werden wir unser Know-how an sie weitergeben, weil wir so sind. Wir wollen unsere Geheimnisse nicht für uns behalten. Ich weiß sicher, dass wir ihnen in zwei oder drei Jahren 99 Prozent unseres Wissens übertragen haben werden.» Der Saisonstart zeigte, welches Potenzial in der Kombination steckt, auch wenn die zählbaren Rennresultate das nicht zwingend aufzeigen. Evangelista richtet den Blick nach vorne. Die Supersport-WM erlebt mit chinesischen Herstellern eine neue Dynamik. Während japanische Marken oft vorsichtig und konservativ agieren, investieren die neuen Hersteller aggressiv in Technik, Personal und Strukturen. Für Evangelista ist der Schritt zu ZX Moto daher mehr als ein Herstellerwechsel – es ist ein strategischer Neuanfang. Einer, der das Kräfteverhältnis in der Meisterschaft nachhaltig verschieben könnte.
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