Das Superbike-WM-Wochenende von Yamaha endete mit einigen soliden Ergebnissen, jedoch ohne Podestplatzierung. Top-Fahrer Andrea Locatelli war dennoch zufrieden, fand aber auch kaum Erklärungen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Am Samstag verpasste Andrea Locatelli mit Platz 4 nur knapp einen Podestplatz auf der Rennstrecke von Donington Park. Der Yamaha-Werkspilot steuerte die R1 auf Position 4 hinter den drei WM-Top-Jungs Toprak Razgatlioglu (BMW), Nicolo Bulega und Danilo Petrucci (beide Ducati). Eine Steigerung gelang dem Italiener, der Anfang August für Yamaha in Suzuka beim Acht-Stunden-Rennen antritt, am Sonntag nicht.
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"Loka", der im April in Assen seinen ersten Sieg in der Superbike-Weltmeisterschaft feierte, holte im Superpole-Rennen in England Position 5 und am Nachmittag im zweiten Hauptrennen erneut Position 4, mehr als zehn Sekunden verlor er auf Sieger Razgatlioglu, der damit die WM-Führung übernahm. "Wir haben unglaubliche Arbeit am Samstag abgeliefert und wir haben auch ein gutes zweites Rennen gefahren", betonte Locatelli am Sonntag. "Im Superpole-Rennen haben wir etwas gelitten, aber wir müssen all die positiven Dinge sehen. Mehr ist aktuell einfach nicht drin. Es war kein perfektes Wochenende, weil wir nicht auf dem Podium gelandet sind, aber insgesamt ein gutes Event."
Es war aus Sicht der Zuschauer ein typisches Yamaha-Wochenende. Die Plätze 4 oder 5 sind 2025 fast die Regel. Woran liegt es, was fehlt, um den Schritt zum Podium zu schaffen? "Ich weiß nicht was uns fehlt, keine Ahnung", wirkte der 28-Jährige beinahe sprachlos. "Es lief nicht schlecht, wir sind nicht weit weg und es ist nicht einfach, dort zu bleiben. Es ist auch nicht unbedingt eine ungewöhnliche Strecke, wir haben einen flüssigen ersten Teil und einen langsamen zweiten Teil."
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"Vielleicht helfen uns die Reifen am Kurvenausgang auch nicht unbedingt. Durch das Wheelspin war ich nicht in der Lage, mit den vorderen Jungs mitzuhalten. Ich gebe, wie immer, mein Bestes. Wir müssen nun das Gelernte in die Tat umsetzen und schauen bereits zum Rennen am Balatonring", so der Yamaha-Pilot. "Wir haben jedenfalls keine Fehler gemacht, gute Punkte gesammelt und den Rückstand auf WM-Platz 3 verringert. Es wird noch ein harter, spannender Kampf um diesen Rang."
Wie war der Fight im Superpole-Rennen mit Teamkollege Jonathan Rea? "Es war ein schöner Kampf, ich wollte unbedingt ein starkes Ergebnis", erklärte der WM-Fünfte. "Am Ende konnte ich den Rückstand zu ihm minimieren und ihn überholen. Das Manöver in der Schikane war gut, obwohl es dort eine schwierige Stelle ist, man kann schnell einen Fehler machen und das Grüne berühren. Es hat Spaß gemacht." Die große Frage im WorldSBK-Fahrerlager: Wer wird Teamkollege im Werksteam bei Yamaha. Supersport-WM-Leader Stefano Manzi hat einen Vertrag für 2026 mit Yamaha geschlossen, doch das Team ist nicht Fix. Kann Johnny Rea den Platz doch noch behalten? Was sagt Locatelli? "Nicht mein Problem", seine klare Ansage. "Das ist nicht mein Job und ich lege die Konzentration auf mich. Es war eine Ehre, mit Toprak zu fahren, genauso ist es jetzt mit Jonathan. Wer nächstes Jahr neben mir fährt, ist mir egal."
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