Yamaha in Superbike-WM 2026: Sperrt Motoxracing zu?
Seit dem Einstieg von Motoxracing in die Superbike-WM fährt das private Yamaha-Team hinterher. Teamchef Sandro Carusi ist dabei, sein Engagement zu überdenken.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Seit der Superbike-WM 2023 mischt Motoxracing in der Top-Kategorie der seriennahen Weltmeisterschaft mit, doch für das einzige einstellige Ergebnis sorgte Bradley Ray in Imola als Sechster im zweiten Lauf, ansonsten waren selbst die Top-15 nicht selbstverständlich. Das Highlight in diesem Jahr fuhr Rookie Bahattin Sofuoglu in Magny-Cours (Lauf 1) mit Platz 10 ein – in der Gesamtwertung belegt der Türke jedoch lediglich Rang 20. Ein zweites Motorrad fährt Michael Rinaldi (bis Most Tito Rabat).
Werbung
Werbung
Die verhaltenen Ergebnisse sind aber nicht den Fahrern oder dem Team anzulasten. Motoxracing erfährt von Yamaha nicht dieselbe Unterstützung wie das Giansanti Racing Team (Remy Gardner, Dominique Aegerter), das die Japaner als ihr Junior-Team in der Superbike-WM bezeichnen. Außerdem ist die R1 ohnehin nicht mehr das schlagkräftigste Paket. "Die Teilnahme von Motoxracing an der Superbike-WM 2026 hängt in erster Linie von der möglichen Unterstützung durch Yamaha ab", betonte Teamchef Sandro Carusi gegenüber Corsedimoto. "Ich wäre sehr traurig, diese Kategorie zu verlassen, da wir im Laufe der Jahre so hart gearbeitet und einige gute Ergebnisse erzielt haben, wenn man bedenkt, dass wir ein sehr privates Team sind, das mit zwei Jahre alten Motorrädern antritt. Unser weiteres Engagement ist derzeit ein großes Fragezeichen."
Tatsächlich gibt es für Motoxracing drei Alternativen: Sich weiter mit der Statistenrolle abzufinden, das Superbike-Team zuzusperren oder der Wechsel zu einem anderen Hersteller! Letzteres ist aber schwierig, da Motoxracing seit 2024 in Fiano Romano einen Yamaha Pro Shop betreibt.
Werbung
Werbung
"Ich schließe auch den Wechsel zum Automobilsport nicht aus", zählte Carusi eine vierte Option auf. "Dennoch hoffe ich, in der Superbike-WM weitermachen zu können, möglicherweise mit Bahattin Sofuoglu, der trotz seines ersten Jahres eine starke Saison fährt. Der junge Türke steigerte sich Rennen für Rennen und bescherte uns unser bestes Saisonergebnis. Wir werden sehen, wie sich die Dinge in den nächsten Wochen entwickeln."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.