Axel Bassani (6./Bimota) nach Misano-Test: «Wir waren am Limit»
Vor der Fuel-Flow-Reduzierung konnte sich Bimota zumindest vor den Ducati-Privatiers behaupten, doch beim Superbike-Test in Misano musste sich Axel Bassani als Best of the Rest auf Platz 6 einreihen.
Dass Bimota mit Ducati gleichbehandelt wurde und nach soliden Ergebnissen zu Saisonbeginn von der FIM mittels Reduzierung der Benzindurchflussmenge eingebremst wurde, sorgte bei vielen für Kopfschütteln. Denn während Ducati-Piloten teilweise das gesamte Podium in Beschlag nahmen, holten Alex Lowes und Axel Bassani zusammen lediglich drei Podestplätze.
Die Folge: Ducati dominiert seitdem noch mehr und Bimota kann nicht einmal mit den Ducati-Kundenpiloten mithalten. Über fünfte Plätze kamen weder der Engländer noch der Italiener seit Assen hinaus.
Der Misano-Test war für Bimota somit eine gute Gelegenheit, an den Schwächen der KB998 zu arbeiten und die Entwicklung voranzutreiben. Dass die Temperaturen am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche ähnlich waren wie sie am Rennwochenende Mitte Juni zu erwarten sind, war ein nützlicher Nebeneffekt.
Bassani und Lowes fuhren ähnliche Rundenzeiten. In 1:32,430 min hatte der Lockenkopf aus dem norditalienischen Feltre um 0,2 sec die Nase vorn – und in der kombinierten Zeitenliste wieder nur Platz 6 hinter fünf Ducati-Piloten.
«Dieser zweitägige Test verlief recht positiv», betonte Bassani. «Es gab Höhen und Tiefen, da wir verschiedene Dinge ausprobiert haben. Letztendlich war unser Tempo bis zum Schluss recht gut. Wir hatten in den zwei Tagen etwas Mühe, uns zu steigern, da wir ziemlich am Limit waren, aber ich denke, wir haben wirklich gut gearbeitet. Wir haben versucht zu verstehen, welche Richtung wir für die Zukunft einschlagen sollten, und haben auch für das Rennwochenende in Misano gearbeitet. Am Ende sind unsere Schlussfolgerungen positiv.»
Lowes konzentrierte sich auf das Testen bei heißen Bedingungen in den Nachmittagsstunden, da der Rückstand auf Ducati unter diesen Bedingungen noch größer ist.
«Ich bin mit dem Test zufrieden, aber natürlich wollen wir immer besser werden, um näher an die Ducatis heranzukommen. Wir haben unser Verständnis für das Motorrad verbessert, und ich denke, wir haben über die beiden Tage hinweg sehr gute, konstante Arbeit geleistet», sagte der Familienvater. «Wir sind 160 Runden gefahren, haben uns also acht ins Zeug gelegt. Am Nachmittag war ich sehr darauf konzentriert, einen guten Rhythmus zu finden, und ich habe mich ziemlich gut gefühlt. Wir haben viel ausprobiert. Oft findet man beim Testen nie das perfekte Set-up, weil man viel Zeit darauf verwendet, das Motorrad zu verbessern – nicht nur für diese Strecke, sondern für den Rest der Saison.»
Superbike-Test in Misano 20./21. Mai: Kombinierte Zeiten
Pos
Fahrer
Motorrad
Zeit
Diff
1.
Nicolo Bulega (I)
Ducati
1:31,769 min
2.
Iker Lecuona (E)
Ducati
1:32,182
+ 0,413 sec
3.
Yari Montella (I)
Ducati
1:32,282
+ 0,513
4.
Sam Lowes (GB)
Ducati
1:32,284
+ 0,515
5.
Alberto Surra (I)
Ducati
1:32,399
+ 0,630
6.
Axel Bassani (I)
Bimota
1:32,430
+ 0,661
7.
Garret Gerloff (USA)
Kawasaki
1:32,457
+ 0,688
8.
Alex Lowes (GB)
Bimota
1:32,496
+ 0,727
9.
Lorenzo Baldassarri (I)
Ducati
1:32,515
+ 0,746
10.
Remy Gardner (AUS)
Yamaha
1:32,561
+ 0,792
11.
Tarran Mackenzie (GB)
Ducati
1:32,561
+ 0,792
12.
Xavi Vierge (E)
Yamaha
1:32,737
+ 0,968
13.
Stefano Manzi (I)
Yamaha
1:32,997
+ 1,228
14.
Tommy Bridewell (GB)
Ducati
1:33,059
+ 1,290
15.
Andrea Locatelli (I)
Yamaha
1:33,119
+ 1,350
16.
Michael vd Mark (NL)
BMW
1:33,218
+ 1,449
17.
Somkiat Chantra (T)
Honda
1:33,345
+ 1,576
18.
Jake Dixon (GB)
Honda
1:33,405
+ 1,636
19.
Jonathan Rea (GB)
Honda
1:33,652
+ 1,883
20.
Hannes Soomer (EST)
BMW
1:34,000
+ 2,231
21.
Alessandro Delbianco (I)
Yamaha
1:34,148
+ 2,379
22.
Philipp Öttl (D)
Ducati SSP
1:36,909
+ 5,140
23.
Michele Pirro (I)
Ducati
1:37,060
+ 5,291
24.
Kevin Zannoni (I)
Ducati SSP
1:37,458
+ 5,689
25.
Alessandro Zaccone (I)
Ducati SSP
1:37,563
+ 5,794
26.
Mattia Casadei (I)
Ducati SSP
1:37,890
+ 6,121
27.
Riccardo Rossi (I)
Ducati SSP
1:38,534
+ 6,765
28.
Matteo Ferrari (I)
Ducati SSP
1:38,668
+ 6,899
29.
Philipp Öttl (D)
Ducati SSP 2027
1:39,548
+ 7,779
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