Beim Auftakt der Supersport-WM in Australien äußerten einige Teams Bedenken wegen des neuen Zeitplans. Andere sehen in diesem eine Aufwertung des Tagesablaufs für die Fans an der Rennstrecke.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
Weiterlesen
Werbung
Wegen der Integration der neuen Weltmeisterschaft für Frauen musste der SBK-Zeitplan für die Europarennen angepasst werden. Bislang war es so, dass am Sonntag erst das Rennen der Klasse Supersport ausgetragen wurde, dann fuhren die Superbikes und zum Abschluss die Youngster der 300er-Kategorie.
Werbung
Werbung
Im neuen Sonntags-Zeitplan sind die Rennen der Supersport- und 300er-WM vertauscht, jetzt fährt die hubraumstärkere Supersport-Klasse zuletzt. Hintergrund ist, dass sich Promoter Dorna erhofft, so mehr Zuschauer an der Rennstrecke zu halten. Denn bislang war es so, dass viele Fans nach dem Superbike-Rennen zusammenpackten, obwohl die Supersport-300-WM unübertrefflich spannende Rennen produziert. Das Superbike-Rennen im Tagesablauf weiter nach hinten zu schieben, kommt nicht in Frage, weil 14 Uhr historisch gewachsen die Startzeit für die Rennen der Königsklasse ist. Entsprechend sind die TV-Verträge formuliert.
Einige Supersport-WM-Teamchefs lehnen den neuen Zeitplan ab, weil ihnen dadurch zusätzliche Kosten entstehen. "Ich habe bereits Flugtickets für Sonntagabend gebucht, jetzt muss ich alles ändern", erzählte Andrea Quadranti, Eigentümer des Teams MV Agusta Reparto Corse, SPEEDWEEK.com stellvertretend. "Jetzt brauche ich für Sonntag auf Montag zusätzliche Hotelzimmer, zusätzliche Abendessen und womöglich noch Mittagessen, wenn die Flüge nicht gerade am Montagmorgen sind."
Werbung
Werbung
Quadranti präsentierte SBK Executive Director Gregorio Lavilla in Australien eine Kompromisslösung und schlug vor, den Zeitplan bei den Events ohne die Frauen-WM wie im Vorjahr zu lassen.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
Weiterlesen
Doch dazu wird es nicht kommen, weil sich die Klassen SSP300 und SSP aufgrund der Länge ihrer Rennen nicht einfach im Zeitplan tauschen lassen. Außerdem möchte die Dorna in Europa einen gleichbleibenden Ablauf haben. "Sie sollten mehr Glaube an ihre Klasse haben und nicht denken, dass die Leute vor ihrem Rennen die Strecke verlassen", hielt Lavilla fest.
Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli versteht die Bedenken der Teams, sieht aber auch eine Chance. "Die Dorna hat wahrgenommen, dass die Supersport-WM wächst", sagte der Italiener gegenüber SPEEDWEEK.com. "Das Interesse an der Klasse ist gestiegen, neue Hersteller kamen hinzu. Wir sollten dem neuen Zeitplan eine Chance geben und uns zur Saisonmitte anschauen, ob er sich bewährt." Kalender Motorrad-Frauen-WM 2024:
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.