Gradinger: «Geld verdienen in der WM nicht möglich»
Als 19. sowie 18. war Wildcard-Pilot Thomas Gradinger am Trainings-Freitag in Most Bester des österreichischen Trios in der Supersport-WM. «Es hat sich viel verändert», sagt der 26-jährige Yamaha-Pilot aus dem Eder-Team.
Nach einer halben Saison in der Supersport-WM 2017 und den respektablen Endrängen sieben und neun 2018 bzw. 2019 war Thomas Gradingers WM-Karriere vorbei. In Assen 2019 hat er als erster und einziger Österreicher in der Supersport-WM einen Podestplatz erobert. An diesem Wochenende ist er mit seinem IDM-Team Eder Racing per Wildcard wieder mit von der Partie.
"Der Wildcard-Einsatz war eigentlich schon fürs letzte Jahr geplant, doch diesen hat man uns verwehrt. Ich wäre dann aber trotzdem bei Kallio Racing als Ersatzfahrer dabei gewesen, was nach meinem Sturz bei der IDM aber leider nicht ging", erklärte der 26-jährige Österreicher im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.
Dazu muss man wissen, dass sich Thomas Gradinger so schwer verletzt hatte, dass die IDM-Saison 2022 beim Teufel war und er bis jetzt noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist.
"Es wird immer besser, aber ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Vor allem mit der Schulter habe ich noch Probleme. Für eine Runde ist das kompensierbar, aber über die Renndistanz wird es schwierig. Es gibt einen Fitnesszustand und einen Willen vom Kopf. Damit kann man einiges übertünchen. Warum soll man es nicht machen, wenn man es machen kann", führte er aus.
Mit dem Team Eder Racing kann Tom seinen im letzten Jahr ausgefallenen Gaststart in der WM jetzt nachholen: "Dank Eder Racing hat es nun geklappt, doch sie sind hier ganz neu. Ich war zwar schon in der WM, aber das ist jetzt eine ganz andere Zeit. Hier hat sich so viel verändert, da muss man jetzt mal schauen, wie es läuft."
Das Thema WM hat er auch noch nicht komplett abgeschrieben. "Jeder will gern in der WM fahren, aber es muss natürlich auch realistisch sein und alles passen. Irgendwie muss ich auch Geld verdienen, was aktuell in der Supersport-WM nicht möglich ist. Im Gegenteil, hier muss man noch was mitbringen."
"Das ist in der IDM zwar nicht besser, aber der finanzielle und zeitliche Aufwand sind geringer", so Gradinger, der nach etwas mehr als der Hälfte der Läufe 2023 auf dem vierten Gesamtrang liegt. "Aber warum soll man sich so eine Chance, wie hier an diesem Wochenende, entgehen lassen? Für uns geht es ums Genießen. Was raus kommt, kommt raus."
Den Trainings-Freitag beendete Gradinger in der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2 auf Platz 18, gute 1,6 sec hinter dem Schnellsten Nicolo Bulega (Ducati). Seine beiden österreichischen Landsleute Max und Andreas Kofler wurden 22. und 25.
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