Supersport-WM • Neu
Assen, Lauf 1: Ducati-Sieg vor Yamaha und Triumph – Domi Aegerter furios
Das Team MV Agusta Reparto Corse feierte im zweiten Rennen der Supersport-WM in Barcelona seinen ersten Doppelsieg. Natürlich ärgerte sich Marcel Schrötter, dass nicht er ganz oben auf dem Podium stand.
Der 19-jährige Bahattin Sofuoglu eroberte in Barcelona nach seinem ersten Podestplatz im Rennen am Samstag (Rang 3) im zweiten Lauf am Sonntag
MV-Agusta-Teamkollege Marcel Schrötter kreuzte zwar als Dritter den Zielstrich, wurde aber als Zweiter gewertet, weil Stefano Manzi (Ten Kate Yamaha) in der letzten Runde über das Grün fuhr und deswegen vom "FIM WSBK Stewards Panel" um eine Position zurückgestuft wurde.
Weil WM-Leader Nicolo Bulega mit technischen Problemen an seiner Ducati Panigale V2 ausfiel, rückte die Spitze wieder zusammen. Der WM-Stand nach Barcelona: 1. Bulega, 152 Punkte, 2. Schrötter 119, 3. Manzi 116.
Im achten Saisonrennen wurde Schrötter zum dritten Mal Zweiter, zum Sieg fehlten nur 0,4 sec. Natürlich ärgerte es ihn, dass nicht er derjenige ist, der für den ersten MV-Agusta-Sieg in diesem Jahr sorgte. "Vor allem, weil ich schon am Samstag ganz nah dran war", erzählte der Bayer beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Ich hatte auch heute ein gutes Gefühl, aber die Pace war von allen höher, wahrscheinlich durch die kühleren Temperaturen."
Schrötter fuhr wie am Samstag mit dem weichen Hinterreifen, während viele andere sich für den härteren entschieden. "Letztlich war ich auf der Bremse nicht stark genug, das hat man besonders in Kurve 1 hinein gesehen", analysierte der 30-Jährige. "Deshalb konnte ich nicht so gegenhalten, wie ich hätte sollen. Zu Rennmitte hatte ich eine bessere Pace und wollte versuchen wegzufahren, als ich die Führung übernahm. Aber durch den Windschatten, und Bahattin sehr stark auf der Bremse, war es schwierig für mich, vorne zu bleiben. Als in der letzten Runde Manzi vorbeikam, wollte ich eine Attacke in Kurve 3 machen, dann ging aber der Gang nicht rein. Ich musste die Kurve im zweiten statt im dritten Gang fahren und die Lücke ging auf. Somit war ich aus dem Kampf raus. Dass wir den zweiten Platz bekamen, war Glück – aber Regeln sind Regeln. Bulega hat keine Punkte bekommen. Lieber so, als Zweiter hinter Bulega."
Zu WM-Rang 2 meinte Marcel: "Schritt für Schritt geht es nach vorne. Die Strecke hat dem Motorrad gelegen, wir dürfen deshalb nicht sagen, dass das ein Selbstläufer wird. Aber ich werde immer mehr eins mit dem Bike. Misano wird sicher schwieriger für uns, wir müssen weiterarbeiten und schauen, dass wir immer ums Podium kämpfen. Das muss das Ziel sein. Es kommen auch noch ein paar Strecken, die ich nicht kenne. Da wird der Start ins Wochenende ein bisschen schwieriger sein. Deshalb ist es wichtig, auf Strecken, die ich kenne, so viel wie möglich abzusahnen."
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