Nach der Pleite des Mahi-Teams ist Kenan Sofuoglu bei San Carlo Puccetti untergekommen. Jetzt verhandelt der Türke mit Kawasaki über die Verlängerung seines Werksvertrags.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top 6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Neben Jules Cluzel bei MV Agusta ist Kenan Sofuoglu (Kawasaki) der einzige Fahrer in der Supersport-WM, der einen echten Werksvertrag hat. Dieser hat ihn gerettet, als das indische Mahi-Team im Juli die Segel strich.
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Die restlichen drei Rennen des Jahres wird Sofuoglu im italienischen Team San Carlos Puccetti bestreiten. "Noch habe ich für nächstes Jahr nichts unterschrieben", sagte der 30-Jährige zu SPEEDWEEK.com. "Ich spreche mit Kawasaki, wir machen Pläne. Vorgesehen ist, dass ich für Puccetti fahre. Ich nütze das Rennen in Jerez als Test. Wenn alles gut läuft, gehe ich davon aus, dass ich bei Kawasaki verlängere." "Ich will sicher gehen, dass ich ein Paket habe, mit dem ich gewinnen kann. Ist das nicht der Fall, kann ich nicht bei Kawasaki bleiben. Ich habe sehr gute Angebote aus der Supersport- und Moto2-WM. Aber die Wahrheit ist, dass ich Kawasaki mag, sie kümmern sich wirklich um mich, bei ihnen habe ich Werksunterstützung."
Sofuoglu war in Jerez vom ersten Training an vorne dabei. In den ersten beiden freien Trainings am Freitag wurde er mit 0,5 sec Rückstand Zweiter und Achter, im dritten Training verlor er als Dritter nur 0,164 sec. Im Qualifying stellte der dreifache Weltmeister seine Kawasaki ZX-6R auf Startplatz 2.
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"Ich bin sehr zufrieden damit, wie Puccetti arbeitet", lobte Sofuoglu. "Es geht aber um das Gesamtpaket. Ich muss mit der Kawasaki Weltmeister werden können. Mit Mahi war es ein Desaster. Wir hatten Motorenprobleme, technische Probleme. Das war kein Fehler von Kawasaki, im Team fehlte es an Organisation."
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top 6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Puccetti liegt viel daran, für den Türken einen guten Job abzuliefern. Wenn er bei Kawasaki unterschreibt, wird jene Mannschaft Werksteam, wo Sofuoglu fährt. "Im Moment ist Puccetti die beste Option", hielt er fest. "Ich warte dieses Wochenende ab. Bislang hatte ich eine Werksmaschine von Kawasaki, in Jerez nütze ich das Puccetti-Bike. Ich vergleiche die beiden Motorräder. Den Level der Werks-Kawasaki kenne ich sehr genau, jetzt sehe ich, was Puccetti leisten kann. Für nächstes Jahr müssen sie sich verbessern, der Motor ist nicht wirklich stark. Das Wichtigste in der Supersport-Klasse ist der Motor. Wenn du keinen guten Motor hast, wird alles extrem schwierig."
Dass der beste Supersport-Fahrer aller Zeiten in Spanien nicht sein gewohntes Werksmaterial verwendet, hat einen simplen Grund: Bei Mahi India gingen alle Motoren zu Bruch! Das zieht die Konsequenz nach sich, dass Sofuoglu im Rennen heute aus der Boxengasse losfahren muss und nicht von Startplatz 2.
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