Marcel Schrötter: Bessere Rennen mit frischer Taktik?
Es dauerte einige Runden, bis Marcel Schrötter im ersten Rennen der Supersport-WM in Indonesien in Schwung kam, anschließend fuhr er bis auf Platz 4 vor. Zusammen mit MV Agusta will er rausfinden, was da los war.
Mit Startplatz 5 zeigte Marcel Schrötter auf dem Mandalika Street Circuit in seinem dritten Supersport-WM-Event seine beste Leistung, zuvor war er zweimal Sechster. In der ersten Runde fiel der Bayer auf Platz 8 zurück, bis zur fünften Runde lag er auf Position 9. Dann trat Marcel seinen Vormarsch an.
Der vor dem Rennen einsetzende kurze Nieselregen habe keinen Einfluss auf seine ersten Runden gehabt, erzählte er beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Der Regen war so fein, die Tropfen so klein, dass der Asphalt gar nicht nass wurde", hielt Schrötter fest. "Nur einen Moment dachten wir, dass es gleich nass wird. Ich bin mit dem Nieselregen auch selbstbewusst umgegangen. In Australien war ich noch vorsichtig, weil ich nicht wusste, was mit diesen Reifen geht. Ich fühlte mich gut und wollte voll attackieren, aber es ging nicht. Ich habe mich im Pulk extrem schwer getan dorthin zu fahren, wo ich wollte. Ich kam nicht vorwärts und es kamen Leute aggressiv von hinten."
Als die Pace der anderen nachließ, konnte Schrötter seinen Speed weiterfahren. Teilweise fuhr er eine Dreiviertelsekunde schneller als
Zurück aus dem Parc fermé schilderte Schrötter seinen Technikern die Problematik. "Vielleicht müssen wir damit anfangen, in den freien Trainings mit mehr Sprit zu fahren", überlegte er. "Im Rennen fahren wir mit mindestens sechs Kilogramm mehr, was immer so ist. Wenn wir daran arbeiten, könnten wir mehr Informationen bekommen. Ich tue mir am Anfang mit dem Motorrad echt schwer, konkurrenzfähig zu sein."
Der 30-Jährige ist fest davon überzeugt, dass er mit besseren ersten Runden im Kampf um die Podestplätze hätte mitmischen können: "100-prozentig, so viel wie ich am Ende aufgeholt habe. Wir sind schnell."
In der Gesamtwertung fiel Schrötter trotz Rang 4 vom dritten auf den fünften Platz zurück. Mit 35 Punkten liegt er aber nur einen Zähler hinter Niki Tuuli (Dynavolt Triumph), drei hinter Stefano Manzi (Ten Kate Yamaha) und sechs hinter Öncü. Lediglich Spitzenreiter Bulega ist mit 61 Punkten deutlich voraus.
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