Marcel Schrötter: «Das ist schwer zu akzeptieren»
Mit den Plätzen 2 und 5 in Aragon festigte Marcel Schrötter aus dem Team MV Agusta Reparto Corse seinen dritten Platz in der Supersport-WM. Weshalb er nach dem zweiten Rennen am Sonntag trotzdem nicht zufrieden ist.
Im ersten Rennen am Samstag ist Marcel Schrötter zum siebten Mal in dieser Saison aufs Podium geprescht,
"Nach der Leistung am Samstag bin ich natürlich unzufrieden", erzählte der Süddeutsche beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Ich hatte mehr Potenzial erwartet, habe aber relativ früh gemerkt, dass ich mir schwerer tue. Wir haben Kleinigkeiten am Chassis versucht, weil wir immer besser werden wollen. Ich weiß nicht, ob es daran lag. Der Hinterreifen hatte nicht die Performance, ich tat mir extrem schwer, an der Gruppe dranzubleiben. Ich machte viele kleine Fehler und kam von 14 Runden vielleicht zweimal gut herum. Das Fenster, in dem unser Motorrad perfekt funktioniert, ist nicht ganz so groß. Am Samstag kam das Rennen zu mir und ich fühlte mich immer wohler, dieses Mal war es von Anfang an gleichbleibend nicht gut."
"Ein fünfter Platz ist kein Desaster", betonte Schrötter. "Aber wenn der auf dem Podium direkt vor dir fährt und ich zwischenzeitlich schneller bin als Manzi… Ich war nicht regelmäßig genug, wir müssen genau analysieren, weshalb es von Samstag auf Sonntag solche Unterschiede gibt. Die Pace war von allen schneller, das ist ein Unterschied. Letztendlich habe ich mich aber um einiges unwohler gefühlt und hatte mit dem Motorrad viel mehr zu kämpfen. Ich kann mich nicht zu sehr über das Motorrad beschweren, denn mein Teamkollege kam vor mir ins Ziel, also hat er etwas besser gemacht als ich. Das ist schwer zu akzeptieren. Ich hätte mir mehr Stabilität gewünscht, die Balance zwischen Vorder- und Hinterrad war nicht ideal."
Positiv: Über das Wochenende gesehen hat Schrötter seinen Vorsprung in der Gesamtwertung gegenüber dem Vierten Caricasulo auf 57 Punkte ausgebaut. Zu Manzi und WM-Rang 2 fehlen ihm 56 Punkte, die Positionen sind bei noch 100 zu holenden Zählern deutlich bezogen.
"Wenn keine großen Fehler passieren, sollte das mit WM-Rang 3 funktionieren", meinte Marcel abschließend. "Ich will das aber nicht auf Nummer sicher heimfahren, sondern regelmäßig auf dem Podium stehen und diese Saison noch ein Rennen gewinnen."
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