Marcel Schrötter: «Kann Kopf nicht genug abschalten»
Weil Yari Montella im ersten Rennen in Assen fehlte, bot sich Marcel Schrötter eine goldene Gelegenheit. Doch während der MV-Agusta-Pilot nur Zwölfter wurde, übernahm Stefano Manzi die Führung in der Supersport-WM.
Vor Assen führte Yari Montella aus dem Team Barni Spark Ducati die Supersport-Weltmeisterschaft mit 76 Punkten an, Marcel Schrötter lag vier Punkte hinter dem Italiener auf Platz 2.
Montella musste auf das erste Rennen auf dem TT Circuit am Samstagnachmittag verzichten, weil an seiner Panigale V2 ein technisches Problem auftrat und sein Team dieses nicht rechtzeitig vor dem Schließen der Boxengasse lösen konnte.
Schrötter bot sich eine goldene Chance, die Führung in der Gesamtwertung zu übernehmen. Bei sich ständig ändernden Bedingungen strauchelte der Bayer jedoch und kam nur als Zwölfter ins Ziel, während
Manzi katapultierte sich mit seinen 20 Punkten auf Platz 1 der Gesamtwertung und liegt jetzt neun Zähler vor den punktgleichen Montella und Schrötter.
Die Strecke trocknete mit Rennverlauf immer mehr ab, Schrötter tat sich schwer damit, das jeweilige Limit zu finden.
"Ich bin sehr enttäuscht", gab der 31-Jährige zu. "Die Bedingungen am Start haben mir überhaupt nicht gepasst. Wenn ganze Sektoren komplett nass sind, tue ich mich mit Slicks unglaublich schwer. Wahrscheinlich kann ich in solchen Situationen meinen Kopf nicht genug abschalten. Es fühlt sich für mich so an, als wäre ich am Limit und könnte jeden Moment stürzen. Aber andere haben wieder gezeigt, was möglich ist. Das macht ein Rennen wie dieses kaputt für mich. Auf der anderen Seite war es wichtig, dass ich auf dem Motorrad sitzengeblieben bin und Punkte geholt habe. Leider haben meine stärksten Konkurrenten in der Meisterschaft die Plätze 1 und 2 belegt, was für mich sehr ungünstig war."
"Zumindest konnte ich zum Ende hin etwas Boden gutmachen und die fünftschnellste Rundenzeit im Rennen fahren", ergänzte Marcel. "Das ist sehr wichtig für die Startaufstellung am Sonntag und gleichzeitig das einzig Positive. Ich hoffe auf trockene Bedingungen, dann können wir ein Wörtchen mitreden, um Assen mit einem soliden Ergebnis zu verlassen."
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