Erstes Supersport-Podium: Jetzt hat Kawasaki das Niveau von 2025 erreicht
Während Dominique Aegerter mit der Kawasaki ZX-6R weiter strauchelt, steigerte sich Jeremy Alcoba zum Beginn des letzten Saisondrittels der Supersport-WM 2026 zum ersten Podestplatz.
Kawasaki wurde für die Supersport-WM 2026 bedeutend stärker eingeschätzt, denn es ist das zweite Jahr der neuen ZX-6R 636, mit der Jeremy Alcoba im Vorjahr gegen Saisonende zwei Podestplätze einfahren konnte. Außerdem verstärkte sich das von Puccetti organisierte Werksteam mit dem zweifachen Supersport-Weltmeister Dominique Aegerter.
Doch der Schweizer kommt mit der Kawasaki nicht zurecht. Regelmäßige Leser von SPEEDWEEK.com wissen längst:
Denn zeitgleich fuhr Teamkollege Alcoba in Donington Park als Dritter im ersten Lauf
«Ich hatte einen wirklich schlechten Start – wir hatten in den Trainings nicht viele Starts probiert», erklärte Alcoba seinen schwachen Beginn von Startplatz 3. «Ich blieb ruhig, weil ich wusste, dass die Reifen stark abbauen würden, also behielt ich mein Tempo bei. Ich wusste, dass die anderen am Anfang stark sein würden, am Ende aber nicht mehr. Ich wusste, dass ich am Ende der Rennen gut bin. Um Haaresbreite habe ich den zweiten Platz knapp verpasst, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden. Ich glaube, beim letzten Test in Cremona haben wir etwas gefunden, das uns schneller macht.»
Nach Platz 6 im Sonntagsrennen fühlte sich Alcoba um ein weiteres Top-3-Finish betrogen.
«Alles lief so, wie ich es mir vorgestellt hatte, bis ein Fahrer beschloss, mich von der Strecke zu drängen, und ich in den Kies geriet. Das passierte genau in dem Moment, als ich gerade attackierte, aber dann verlor ich zwei Sekunden. Als ich die Endergebnisse sah, fehlten mir zwei Sekunden, um wie gestern um Platz 2 kämpfen zu können», ärgerte sich der 24-Jährige. «Es ist schade, denn ich wollte ein perfektes Wochenende haben. Ich wollte das Beste daraus machen, solange wir die Chance dazu hatten. Manchmal ist das im Rennsport eben so.»
Donington Park markiert das bisher beste Rennwochenende von Kawasaki in der Supersport-WM 2026. Würde Alcoba dieses Niveau bis zum Saisonfinale halten, könnte der Spanier noch Philipp Öttl (Ducati) den sechsten WM-Rang abspenstig machen. 2025 war Alcoba Gesamtachter.
«Beim letzten Rennen war ich Fünfter, danach Dritter und wieder Sechster. Ich glaube, wir sind gerade in einer guten Phase», zeigte sich der Kawasaki-Pilot zuversichtlich. «Jetzt machen wir eine Rennpause, aber wir werden weiter alles geben, und das Team hat wirklich gute Arbeit geleistet.»
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