Jetzt offiziell! Tech3 setzt auch 2027 auf KTM als Partner in der MotoGP
Es waren intensive Verhandlungen, doch nun steht fest, dass die MotoGP-Struktur von Tech3 auch in Zukunft mit der Rennsportabteilung von KTM kooperieren wird. In Barcelona wurde das besiegelt.
Tech3 führt die Zusammenarbeit mit KTM fort! So die offizielle Botschaft einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz im Rahmen des Großen Preises von Catalunya. Einberufen hatte die Medienrunde Tech3-Inhaber Günther Steiner – in Kooperation mit KTM-Factory-Racing-Boss Pit Beirer. Übrigens: Es war auch in Barcelona, im vergangenen September, als Günther Steiner die Übernahme des Traditionsrennstalls von Hervé Poncharal bestätigte.
Seit der Übernahme durch den Südtiroler ging es in erster Instanz um die Weichenstellung für die Zeit nach 2026 – bekanntlich startet dann die neue Ära mit 850er-MotoGP-Prototypen. Im Zuge der großen Neuaufstellung galt es auch für Tech3, die technischen Voraussetzungen für die kommenden Jahre zu definieren.
Nichtsdestotrotz galt es verständlicherweise für den neuen Teambesitzer, sich mit Alternativen zu beschäftigen. Steiner verschwieg nicht, dass er gleich mit mehreren Herstellern Gespräche führte – um die Zukunft des Tech3-Kundenteams technisch und wirtschaftlich weiter auf einer gesunden Basis zu betreiben.
Nun steht fest: Dieser Partner heißt auch nach 2027 KTM. Mit der wirtschaftlichen Stabilisierung des Herstellers aus Oberösterreich, der vorhandenen Infrastruktur sowie den etablierten persönlichen Kontakten sind alle Voraussetzungen erfüllt, wie beide Seiten in Barcelona bestätigten.
Günther Steiner sagte auf der Pressekonferenz in Barcelona: «Wir haben uns entschieden, mit KTM weiter zusammenzuarbeiten. Denn wenn man in bestehenden Partnerschaften gut zusammenarbeitet, ist das viel besser, als neue Partner zu suchen. Wir haben also darüber gesprochen, wie wir die Zukunft und die Zusammenarbeit gestalten, weil sich bei Tech3 in der Eigentümersituation natürlich verändert hat und jeder seine eigene Herangehensweise hat. Wir haben uns mit KTM zusammengesetzt und gesagt: Lasst uns das angehen. Wir freuen uns alle sehr auf die Zukunft mit KTM!»
KTM-CEO Gottfried Neumeister sagte: «Ich freue mich sehr, hier neben Günther zu sitzen. Er hatte alle Optionen auf dem Tisch. Dass er weiter mit KTM zusammenarbeitet, bedeutet uns sehr viel. Günther ist jemand, der die Dinge anders macht; ein Pionier und ein unabhängiger Denker. Er hat sich einen Ruf aufgebaut als jemand, der die Dinge anders angeht. Und das ist genau das, was wir bei KTM machen. Wir bauen nicht nur Motorräder, um Rennen zu gewinnen, wir wollen die Etablierten herausfordern. Daher ist es eine wirklich gute Kombination und wir sind froh, dass wir weiterhin zusammenarbeiten und nun ins nächste Kapitel starten.»
KTM-Rennsportchef Pit Beirer: «Ich bin stolz, dass wir weiterhin zusammenarbeiten. Wir haben eine lange und leidenschaftliche Beziehung mit Tech3, wir haben viele Dinge gemeinsam aufgebaut und zusammen Rennen gewonnen. Jetzt ist es Zeit für die Zukunft. KTM hat schwere Zeiten hinter sich, aber wir sind bereit für die Zukunft. Und es war ein sehr wichtiges Projekt für uns, weiter zusammenzuarbeiten.»
Nach der Einigung über die weitere Kooperation innerhalb des MotoGP-Fahrerlagers gilt es, im nächsten Schritt die Fahrer für 2027 zu definieren. Gute Karten hat Maverick Vinales – sofern der lange verletzte Spanier wieder zu alter Verfassung zurückfindet, spricht alles für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Routinier. Als zweiter Fahrer käme auch ein Rookie in Frage.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach