Karl Wendlinger ist zurück im ADAC GT Masters

Von Oliver Müller
ADAC GT Masters
Autopolis 1991: Karl Wendlinger (M. re.) gemeinsam mit Michael Schumacher (M. li.)  beim einzigen Sieg des Mercedes C291

Autopolis 1991: Karl Wendlinger (M. re.) gemeinsam mit Michael Schumacher (M. li.) beim einzigen Sieg des Mercedes C291

Der ehemalige Sportwagen-WM- und Formel-1-Pilot Karl Wendlinger kehrt ab dem kommenden Rennwoche auf dem Red Bull Ring zurück in das ADAC GT Masters. Dort pilotiert er einen Mercedes-Benz SLS AMG GT3.

Er gehört zu den grössten Motorsportlern Österreichs. Und jetzt gibt Karl Wendlinger ein Comeback auf der Rennpiste. Ab dem nächsten Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring wird er gemeinsam mit Florian Scholze einem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 (Car Collection Motorsport) fahren. «Das ist ein ganz besonderes Ereignis im doppelten Sinne», so der Kufsteiner. «Erstens freue ich mich, wieder im ADAC GT Masters zu fahren. Das ist eine so starke Serie mit vielen verschiedenen Fahrzeugkonzepten. Und zweitens freue ich mich auf den Red Bull Ring und die vielen Landsleute, die mir die Daumen drücken.»

Wendlinger hatte vor knapp vier Jahren schon einmal einen Auftritt in der 'Liga der Supersportwagen'. Damals für er auf dem Lausitzring zusammen mit Jan Seyffarth (SMS Seyffarth Motorsport) ebenfalls einen SLS AMG GT3. Aufgrund des erhöhten Fahrzeuggewichts (wegen seiner Profi-Fahrer-Einstufung) landete das Duo damals jedoch im Mittelfeld.

Wendlinger gewann 1989 die deutsche Formel-3-Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung auf die beiden Deutschen Heinz-Harald Frentzen und Michael Schumacher. Grund genug für Mercedes, die drei Youngster für 1990 in die Sportwagen-WM zu berufen. Im legendären C11 bestritten sie abwechselnd an der Seite von Jochen Mass die Rennen im Wagen #2. Für die Folgesaison hatte sich Frentzen aus dem Programm verabschiedet und Mass wechselte in den Wagen #1 zu Weltmeister Jean-Louis Schlesser, so dass Wendlinger und Schumacher ein Duo bildeten. Der damals verwendete C291 (3.5L-Saugmotor) kam in der Saison jedoch erst spät auf Touren - und so konnte das Fahrzeug nur einen Rennsieg feiern. Dieser ging auf das Konto von Schumacher/Wendlinger und ereignete sich beim Saisonfinale in Autopolis. Danach stieg Mercedes aus der Sportwagen-WM aus.

Obwohl er 1992 noch im Peugeot 905 in Le Mans am Start war, wechselte Wendlinger von 1991 bis 1995 für 41 GP in die Formel 1. Unvergessen bleibt sein schwerer Unfall in Monaco 1994, in dessen Folge er mehrere Wochen im Koma lag.

Nach seiner Zeit in der Königsklasse fuhr Karl Wendlinger zunächst Tourenwagen-Rennen für Audi und im Sportwagen-Bereich in einer Chrysler Viper – mit der er beispielsweise 2000 das 24-Stunden-Rennen von Daytona in der Gesamtwertung gewann. Nach einem weiteren Tourenwagen-Abstecher (2003 und 2004 - DTM im TT von Abt) blieb der Kufsteiner dann in der Sportwagen-Szene, wo er so ziemlich alle zu jener Zeit existierenden Modelle bewegen konnte, wie Ferrari 575 Maranello GTC, Maserati MC12, Aston Martin DBR9, Saleen S7R, Nissan GT-R, Lamborghini Murcielago R-SV oder Lotus Evora GTE.

Seit 2012 ist Wendlinger Mercedes-AMG-Markenbotschafter.

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