Siebenkampf um die Krone im ADAC GT Masters

Von Oliver Müller
ADAC GT Masters
Die Corvette C7 GT3-R der Leader Jules Gounon/Daniel Keilwitz

Die Corvette C7 GT3-R der Leader Jules Gounon/Daniel Keilwitz

SPEEDWEEK.com blickt auf das anstehende Rennwochenende des ADAC GT Masters in Zandvoort voraus. Dort könnte eine Vorentscheidung im Titelrennen zwischen Piloten von Audi, Corvette, Mercedes-AMG und Porsche fallen.

An diesem Wochenende (19. bis 21. August) schlägt das ADAC GT Masters seine Zelte im niederländischen Zandvoort auf. Und die qualitativ bestbesetzte GT3-Serie der Welt wird auch auf dem 4,307 Kilometer langen Kurs in den Nordsee-Dünen wieder für mächtig Spektakel sorgen. Nach der dominierenden Vorstellung der Porsche 911 GT3 R und (in Teilen auch) des Audi R8 LMS am Nürburgring vor knapp zwei Wochen, werden die Karten in Zandvoort neu gemischt. Dies hat zum einen mit dem sehr speziellen Streckenlayout dort zu tun. Darüber hinaus ist der Asphalt in Zandvoort recht grob, was die Reifen extrem beanspruchen wird – und somit signifikante Auswirkung auf den Rennausgang haben könnte.

Als Meisterschaftsführender reist das Corvette-Duo Jules Gounon (übrigens Sohn des ehemaligen Formel-1-Fahrers Jean-Marc Gounon) und Daniel Keilwitz vom Team Callaway Competition in Richtung Holland. Sie liegen in der Gesamtwertung nach dem eher durchwachsenen Wochenende am Nürburgring mit nur noch 14 Punkten in Front (Sie kommen gesamt auf 130 Zähler). Da der Kurs in Zandvoort der neuen Corvette C7 GT3-R wohl ebenfalls nicht besonders gut liegen sollte, steht ein heisser Kampf mit den aktuell Zweitplatzierten Connor De Phillippi und Christopher Mies an. «Mit unserem Sieg sind wir nun wieder voll im Titelrennen mit dabei», gab Mies direkt nach dem zweiten Lauf am Nürburgring eine Kampfansage in Richtung Corvette.

Ähnlich sieht es sein amerikanischer Wagenpartner: «Wir sind zurück im Titelrennen», erklärte Connor De Phillippi, «In den letzten vier Rennen sind noch maximal 100 Punkte zu vergeben, und wir fokussieren uns darauf, so viele wie möglich davon zu holen. Wir werden bis zur letzten Kurve des letzten Rennens alles geben, um Champion zu werden.»

Neben den vier genannten Piloten haben nur noch wenige andere realistische Chancen auf den Titel in der ‚Liga der Supersportwagen‘. Darunter befinden sich auch die beiden 2015er Meister Sebastian Asch und Luca Ludwig vom Team Zakspeed (Mercedes-AMG GT3) mit 89 Zählern. Nach starkem Saisonauftakt haben die Söhne der Tourenwagen Legenden Roland Asch und Klaus Ludwig zuletzt nicht immer ganz oben stehen können. Am Nürburgring reichte es beispielsweise lediglich für die Plätze 17 und fünf. «Das Wochenende hat überhaupt nicht unseren Erwartungen entsprochen», war Ludwig am Ring etwas angefressen.

Und auch der ADAC-GT-Masters-Neueinsteiger David Jahn (Porsche 911 GT3 R) hat von der Theorie her noch Chancen auf die Krone im ADAC GT Masters. Mit 91 Punkten liegt er sogar zwei Punkte vor Asch/Ludwig. «Nach dem Saisonstart hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich in der Gesamtwertung inzwischen so weit vorne mit dabei bin. Das ist eine grosse Teamleistung», strahlte Jahn in Gespräch mit SPEEDWEEK.com. Im Titelrennen ist Jahn jedoch Einzelkämpfer, da sein aktueller Wagenpartner Kévin Estre nicht die gesamte Saison bestritt. Das Duo fährt übrigens im Team von Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard, der am Wochenende jedoch nicht in Zandvoort weilen wird.

Ein Titelkampf mit sieben Piloten, die Fahrzeuge von vier verschiedenen Herstellern fahren. Die Zutaten für das vorletzte Rennwochenende des ADAC GT Masters könnten eigentlich nicht besser sein.

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