Kévin Estre dominiert zweites Qualifying in Zandvoort

Von Oliver Müller
ADAC GT Masters
Regenkönig Kévin Estre

Regenkönig Kévin Estre

Der Porsche-Werksfahrer im Team 75 Bernhard (von Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard) deklassierte die Konkurrenz in der Qualifikation zu Rennen zwei in Zandvoort. Enger Fight um den Meisterschaftstitel steht bevor.

Lange angekündigt – nun tatsächlich auch eingetreten. Dicke Wolken, triste Stimmung und starke Regenfälle haben die Region um die Rennstrecke im niederländischen Zandvoort am Sonntagmorgen fest im Griff. Entsprechend wurde das Qualifying zum zweiten Lauf des ADAC GT Masters in den Nordsee-Dünen zu einer recht nassen Angelegenheit. Und am Ende hatte mit Kévin Estre der Sieger vom Vortag souverän die Nase vorn. «Jeder weiss, dass der Porsche Regen mag – und da es bei mir genauso ist, war es für heute Morgen die beste Kombination», strahlte Estre im Gespräch mit SPEEDWEEK.com über das ganze Gesicht.

Mit seiner Rundenzeit von 1:49,749 Minuten war der Porsche-Werksfahrer, der im Team 75 Bernhard zusammen mit David Jahn fährt, satte 0,878 Sekunden schneller als der Rest des Feldes. «Ich hatte heute ziemlich viel Selbstvertrauen und von Anfang an ein gutes Gefühl. Natürlich war es schwierig, eine freie Runde im dichten Verkehr zu bekommen. Das ist der Teamleitung gut gelungen», so Estre weiter. Seine Dominanz in der Qualifikation unterstreicht auch der Fakt, dass der gut deutsch sprechende Franzose in jedem einzelnen der drei Sektoren souverän die Bestzeit setzte – und auch seine zweitschnellste persönliche Rundenzeit locker zur Pole-Position gereicht hätte. «Ich wusste, dass Kévin stark im Regen ist. Aber dass er so eine beeindruckende Leistung hingelegt hat, ist unglaublich. Jetzt bin ich mal gespannt, wie es im Rennen am Mittag weitergeht», war Teamkollege Jahn direkt beim Aussteigen Estres aus dem Porsche 911 GT3 R überglücklich.

‚Best of the Rest‘ in der Qualifikation wurde Christopher Haase im Audi R8 LMS von Land-Motorsport (fährt zusammen mit Frédéric Vervisch). «Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Mein Auto ist relativ gut gelaufen. Obwohl es sehr nass war, habe ich guten Grip gehabt und konnte es dadurch ordentlich umsetzen. P2 ist auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition für das Rennen», analysierte Hasse nach getaner Arbeit.

Die beiden Lamborghini Huracán GT3 von Christian Engelhart/Rolf Ineichen (GRT Grasser Racing Team) mit 0,957 Sekunden Rückstand und von Norbert Siedler/Jaap van Lagen (HB Racing +1,049 Sekunden) werden das Rennen aus Startreihe zwei in Angriff nehmen können. Dahinter der Audi R8 LMS der Titelanwärter Connor De Phillippi/Christopher Mies (Land-Motorsport) – 1,325 Sekunden zurück. Die in der Meisterschaft führenden Jules Gounon/Daniel Keilwitz (Callaway Competition) landeten auf Platz zehn (+2,854 Sekunden).

Gerade in Bezug auf einen spannenden Meisterschaftskampf hätte die Qualifikation nicht besser ausgehen können. Wer weiss, was das Rennen (ab 13:08 Uhr) bringen wird, aber vielleicht gibt es am Ende einen ganz unerwarteten Gesamt-Leader.

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