Weiter zum Inhalt
Abo
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
  1. Start
  2. /
  3. Rallyesport
  4. /
  5. Rallyesport
  6. /
  7. News
Werbung
Dakar 2011: Schwierige Navigation
Der Kampf von Volkswagen um den Sieg bei der Rallye Dakar 2011 wird aus Sicht der Co-Piloten unter deutlich geänderten Bedingungen ausgetragen.
Rallyesport
Werbung
Werbung
Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E), Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D), Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) sowie Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) müssen sich im Januar auf neue Regeln einstellen, die das Finden der richtigen Route nochmals erschweren.
Werbung
Werbung
Bei der Navigation durch das südamerikanische Gelände verlassen sich die Beifahrer auf die Angaben ihres Roadbooks und die Hilfestellungen des GPS-Systems, dessen Rolle sich jedoch von gewohnten Navigationssystemen in Pkw fundamental unterscheidet. Dient die Satellitennavigation im Straßenverkehr dazu, möglichst präzise ans Ziel zu kommen, so sind die elektronischen Funktionen im sportlichen Wettbewerb drastisch eingeschränkt und dienen in erster Linie der Kontrolle. Denn am Ende sollen die navigatorischen Qualitäten der Beifahrer und nicht die der Systeme über den sportlichen Erfolg entscheiden. Auf jeder der 13 Etappen müssen die Teams im Gelände verschiedene Wegpunkte anfahren, die das System registriert – andernfalls drohen Sportstrafen. Die so genannten versteckten Wegpunkte (WPM – Way Point Masked) eigneten sich bislang schon nicht für die großräumige Navigation, denn sie sind im GPS-System erst ab einem Radius von drei Kilometern vor Erreichen sichtbar geworden. Erst dann dirigierte das System die Teams zu dieser geografischen Koordinate. Sobald sich der Teilnehmer dem Punkt bis auf 200 Meter genähert hat, registrierte das System den Waypoint als erreicht und beendete seine Zielführung. Nun ist der Drei-Kilometer-Radius auf 800 Meter verringert worden. "Angedacht waren zunächst sogar nur 400 Meter", erläutert Beifahrer Dirk von Zitzewitz, der zusammen mit Giniel de Villiers die Rallye Dakar 2009 im Volkswagen Race Touareg gewonnen hat. "Das hätte allerdings bedeutet, dass die GPS-Funktion bis zum Erreichen des Zielraumes insgesamt nur 200 Meter lang aktiv gewesen wäre. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 100 km/h wäre das gerade einmal 7,2 Sekunden – abzüglich einer Trägheit beim Einschalten zu Beginn des Zielraumes. Das ist bereits für uns Profis ein sehr, sehr kurzer Zeitraum. Für Amateure oder sogar Motorradfahrer, die gleichzeitig fahren und navigieren müssen, wäre dieser Zeitraum viel zu kurz gewesen. Sie hätten sich vermutlich verfahren, vielleicht sogar umdrehen müssen und damit Gegenverkehr erzeugt. Deshalb hat der Veranstalter den Radius von 400 auf 800 Meter verdoppelt – eine vernünftige Entscheidung."
Werbung
Werbung
Doch auch mit der Reduktion von 3.000 auf 800 Meter wird es nun deutlich schwieriger, die obligatorisch zu erreichenden Wegpunkte zu finden. "Wir werden langsamer an die Wegpunkte heranfahren müssen", urteilt Dirk von Zitzewitz. "Das ist ganz im Sinne des Veranstalters. Damit steigt auch die Bedeutung der Navigation im Verhältnis zum Fahren, also die Gewichtung der Rollen von Fahrer und Beifahrer. Ich persönlich freue mich über diese neue Aufgabe. Es wird schwieriger, aber auch interessanter."
Schon gesehen?
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Weiterlesen

Themen
  • Rallyesport
    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz
    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.
    Berichte & Analysen
    Redaktion
    Serien