Sebastien Loeb/Edouard Boulanger (Dacia) gewinnen Rallye-Raid Portugal
Loeb/Boulanger triumphierten souverän beim zweiten Lauf der Rallye-Raid-WM (W2RC) vor zwei Toyotas. Sieger der fünften und letzten Etappe wurden die Teamkollegen Lucas Moraes/Dennis Zenz.
Für Sebastien Loeb ist es der dritte Sieg in der Rallye-Raid-WM, nachdem er bereits die Rallye Andalusien 2022 und der Rallye du Maroc 2025 schon gewinnen konnte. Für Dacia-Sandriders stellt der Triumph zudem der dritte Triumph in Folge nach den Siegen in Marokko von Loeb und bei der Dakar mit Nasser Al Attiyah dar.
In Portugal fühlt sich Sebastien Loeb offenbar ziemlich wohl. Der Elsässer gewann bereits in seiner Rallye-WM-Zeit mit Citroen in den Jahren 2007 und 2009 auf portugiesischem Terrain, dass ihm auch 2026 wohlgesonnen war.
Der neunfache Rallye-Weltmeister erlebte eine nahezu perfekte Rallye. Loeb übernahm ab der zweiten Etappe die Führung und gab diese bis zum Zieleinlauf am Sonntag nach insgesamt 2.175 Kilometern, davon 1.320 Kilometer Wertungsprüfungen, in Loulé nicht mehr ab
Der 52-jährige Loeb meinte nach seinem Sieg: «Das Rennen war mit diesem großen Auto nicht einfach zu fahren, besonders auf den kurvenreichen Abschnitten. Das Fahrgefühl war gut, das Auto funktionierte einwandfrei. Ich habe die Rallye sehr genossen, die Wertungsprüfungen waren interessant, manchmal musste man angreifen wie in alten Zeiten. Wir haben wichtige Punkte für die Meisterschaft geholt, was von großer Bedeutung ist. Es war eine großartige Veranstaltung».
Die weiteren Podiumsplätze sicherten sich zwei Toyota-Teams. Die US-Amerikaner Seth Quintero/Andrew Shorts belegten mit dem Hilux nur 2.30 Minuten Rückstand hinter dem Sieger den zweiten Platz. Für den jungen Kalifornier ist dies sein bislang bestes Ergebnis in der Rallye-Raid-WM. Das Podium auf Platz zwei komplettierten mit 3.37 Minuten Rückstand die Lokalmatadoren Joao Ferreira/ Filipe Palmeiro, die gleich zwei Etappen hatten gewinnen können.
Der amtierende Weltmeister Lucas Moraes mit dem deutschen Dennis Zenz als Beifahrer gewann die Abschlussetappe die über 101 Kilometer auf Zeit in einer Schleife von Loulé nach Loulé in der Algarve nahe Faro ausgefahren wurde. Sie konnten somit bereits einen zweiten Etappensieg herausfahren. Mit einem Rückstand 4.36 Minuten auf Loeb belegen die Dacia-Piloten Rang vier im Endklassement.
Auf Platz zwei fuhren zum versöhnlichen Abschluss mit gerade drei Sekunden Rückstand Nasser Al-Attiyah/Fabian Lurquin auf Dacia. Für den Dakar-Sieger hatte sich die Rallye als besonders herausfordernd offenbart. Wegen eines technischen Defekts musste der Titelverteidiger in der dritten Etappe aufgeben. Der Katari fiel deshalb in der Gesamtwertung weit zurück und beendete die Rallye schließlich nur auf Platz 38, mehr als 28 Minuten hinter dem Sieger.
Die Südafrikaner Guy Botterill/Mena Oriol (Toyota) belegten im Endklassement den fünften Platz mit 5.27 Minuten Zeitdifferenz auf Loeb. Die Markenkollegen Yazeed Al Rajhi/Timo Gottschalk fuhren auf der Abschlussetappe auf Platz neun. Die Dakar-Sieger des Vorjahres klassierten sich in der Schlusswertung mit 11.55 Minuten Rückstand auf der sechsten Position.
Die Wüstenlegende Stephane Peterhansel fuhr zusammen mit seinem Navigator Mika Metge im Defender am Abschlusstag zum Klassensieg und sicherte sich so auch die erste Position der seriennahen Fahrzeuge in der Gesamtwertung.
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