Kahle – Buggy-Sieg Nr. 5

Von Toni Hoffmann
Dakar Auto
Kahle arbeitete sich etwas nach vorne.

Kahle arbeitete sich etwas nach vorne.

Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann haben die erste Dakar-Halbzeit mit dem fünften Sieg bei den Buggys beendet.

Härtetest erfolgreich überstanden: Alle drei Fahrzeuge des HS RallyeTeams haben sich auf der sechsten Etappe der Rallye Dakar 2011 weiter verbessert. [*Person Matthias Kahle*] und [*Person Dr. Thomas M. Schünemann*] hielten in ihrem SMGBuggy sogar den Anschluss zur Spitzengruppe.

«Zurück zu den Wurzeln» lautete die Devise der veranstaltenden ASO, als sie die Route für die 33. Rallye Dakar absteckte. Mit langen Prüfungen und vielen Dünenabschnitten in der Atacamawüste wollte sie die Teilnehmer an ihre Grenzen bringen. Die beiden bisherigen Etappen haben gezeigt, dass der Plan aufgeht. Die Zeitabstände auf den beiden Wertungsprüfungen waren gewaltig. Viele Teams erreichten erst bei Dunkelheit das Ziel.

Die meisten Allrad-Prototypen zogen an der Spitze des Feldes weiter unbeirrt ihre Kreise, lediglich ein zweiradgetriebenes Fahrzeug blieb den VW, BMW, Mitsubishi und Nissan auf den Fersen. Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann nutzten ihre Erfahrung aus ihren bisherigen Dakar-Teilnahmen und holten bei schwierigsten Bedingungen das Maximum aus ihrem SMG-Diesel-Buggy heraus.

Die Piloten des HS RallyeTeams verloren zwar etwas mehr als eine Stunde auf den Tagessieger [*Person Carlos Sainz*] (VW), dafür hatten sie im Etappenziel mehr als anderthalb Stunden Vorsprung auf alle anderen Buggys. Für Kahle und Schünemann war es der fünfte Etappensieg bei der diesjährigen Dakar und der 15. Erfolg überhaupt bei der härtesten Rallye der Welt.

Nach sechs von 13 Etappen haben sich die Deutschen ein gewaltiges Polster von 2.48 Stunden auf den schnellsten Verfolger, [*Person Ronan Chabot*] im SMG-Buggy mit V8 Benzinmotor, erarbeitet. Und auch in der Gesamtwertung geht es für Kahle und seinen Hamburger Copiloten weiter bergauf. Begünstigt durch die technischen Probleme von [*Person Nani Roma*] (Overdrive-Nissan) klettert das HS RallyeTeam auf Platz 13, den Abstand zum zwölftplatzierten [*Person Eric van Loon*] (Mitsubishi Racing Lancer) verkürzten sie auf elf Minuten.

Zum ersten Mal in der Geschichte des HS RallyeTeams sind zur Halbzeit der Rallye noch alle drei Fahrzeuge im Rennen. Die Motorradfahrerin [*Person Tina Meier*] steigert sich weiter von Tag zu Tag. Auf der sechsten Etappe von Iquique nach Arica erkämpfte sich die Amazone Platz 99. In der Gesamtwertung verbessert sich die Betriebsprüferin aus Hamburg auf die 90. Position. Unterdessen holen [*Person Mathias Behringer*], [*Person Hugo Kupper*] und [*Person Jochen Seiler*] in der Lkw-Wertung einen weiteren Platz auf. Nach Rang Elf in der Tageswertung wird der MAN-Racetruck des HS RallyeTeams im Gesamtklassement auf Position Neun geführt.

Matthias Kahle: «Die Etappe war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben es als einziges Buggy-Team geschafft, den Tag ohne grosse Schwierigkeiten zu beenden. Das haben wir auch dem Motor zu verdanken, durch 650 Newtonmeter Drehmoment haben wir ausreichend Kraft. Zudem ist es uns fast gelungen, den vor uns liegenden Eric van Loon im 2009er Werks-Mitsubishi einzuholen. Darauf können wir schon ein bisschen stolz sein.»

Dr. Thomas M. Schünemann: «Die Veranstalter haben ihre Ankündigung wahr gemacht und die Dakar tatsächlich noch härter gemacht als in den beiden vergangenen Jahren. Wenn man sich anschaut, wie spät viele Fahrzeuge im Biwak eintreffen, können wir wirklich stolz sein, dass wir den heutigen Tag so gut gemeistert haben. Das Team hat in der vergangenen Woche sehr gute Arbeit geleistet. Alle drei Fahrzeuge des HS RallyeTeams sind im Rennen, so kann es weiter laufen.»

Nach dem Ruhetag in Arica wird die zweite Halbzeit der Dakar mit einem echten Härtetest eröffnet. Auf dem Weg nach Antofagasta werden 611 Kilometer (bzw. 631 für die Motorräder und Quads) in Wertung zurückgelegt. Auf der Etappe erwarten die verbliebenen Teilnehmer die typischen Herausforderungen der Atacamawüste: schwierige Navigation, endlose Dünenlandschaften und Hochgeschwindigkeitspassagen mit tückischen Bodenwellen.

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