Dakar: Nasser Al-Attiyah mit Husarenritt an Spitze

Von Toni Hoffmann
Dakar Auto
Leader Nasser Al-Attiyah

Leader Nasser Al-Attiyah

Mit dem Sieg auf der zweiten Etappe der 37. Rallye Dakar hat Nasser Al-Attiyah im Mini mit einer starken Leistung die Führung erobert.

Mit einem Husarenritt über die mit 518 km längste zusammenhängende Prüfung der 37. Rallye Dakar auf dem Abschnitt zwischen Villa Carlos Paz und San Juan in Argentinien hat Nasser Al-Attiyah klar die Führung erobert. Auf der zweiten Entscheidung fuhr der Dakar-Sieger von 2011 in Red Bull Mini ALL4 Racing des deutschen X-raid-Teams einen klaren Vorsprung von 7:42 Minuten auf das südafrikanisch-deutsche Team Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, den Gewinnern von 2009, im Toyota Hilux, heraus. Auf den dritten Platz mit einem Rückstand von 9:42 Minuten rückte der Niederländer Bernhard Ten Brinke in einem weiteren Toyota Hilux auf.

Al-Attiyah war zwar auch auf der ersten Prüfung der Schnellste, doch auf der Verbindungsetappe war etwas zu schnell und wurde wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung mit zwei Strafminuten belegt, die ihn vom ersten auf den siebten Platz zurückwarfen. Sein argentinischer Mini-Partner Orlando Terranova erbte somit den Tagessieg und die Führung vor dem exzentrischen US-Amerikaner Robby Gordon im wuchtigen Gordini-Hummer.  

Dem Führungsduo von Sonntag bekam aber die zweite Prüfung nicht so gut. Terranova verlor kurz vor dem Ziel der zweiten Entscheidung 24 Minuten auf den Tagessieger Al-Attiyah und rutschte deswegen vom ersten auf den zehnten Rang (22:23 Minuten Rückstand) ab. Schlimmer erwischte es Gordon. Überhitze Bremsen und andere Probleme am Hummer kosteten ihn auf der Prüfung fast 90 Minuten, was ein Absturz ins zeitliche Nirwana bedeutete.  

Der «Dakar»-Heimkehrer Peugeot tut sich mit Neubeginn beim Marathon-Klassiker noch etwas schwer. Carlos Sainz, Sieger von 2010, erreichte in besten der drei brandneuen Peugeot 2008 DKR als einziger mit dem siebten Rang (Rückstand: 20:32 Sekunden) eine Top 10-Platzierung. Sein Teamkollege, der elffache Rekordsieger Stéphane Peterhansel, der als Gesamtzehnter in den zweiten Tag gestartet war, musste auf der Königsetappe Federn lassen. Er verlor im zweiten offiziellen Peugeot 2008 DKR 67 Minuten auf den Tagessieger Al-Attiyah und stützte damit aus der Wertung der besten Zwanzig. Cyril Despres, fünffacher Sieger bei den Motorrädern, kämpfte auch am zweiten Tag weiter mit dem Umstieg von zwei und vier Rädern und mit der Tatsache, nach den Vorgaben seines erfahrenen Co-Piloten Gilles Picard zu fahren. Er rangierte im dritten Peugeot 2008 DKR mit einem Rückstand von 1.13:12 Stunden auf dem 24. Platz direkt vor dem deutschen Mini-Team Stephan Schott/Holm Schmidt.  

Am Dienstag führt die dritte Etappe über 542 km von San Juan nach Chilecito. Auf der dritten Entscheidung stehen dann 284 km auf Bestzeit zur Disposition  

Ergebnis nach der 2. von 13 Prüfungen (518 km):  

1. Al-Attiyah/Baumel (QA/F), Mini ALL4 Racing, 6:19:40 h.
2. De Villiers/Von Zitzewitz (ZA/D), Toyota Hilux, + 7:42 min.
3. Ten Brinke/Colsoul (NL/B), Toyota Hilux, + 9:42
4. Holowczyc/Panseri (PL/F), Mini ALL4 Racing, + 10:28
5. Vasilyev/Zhiltsov (RUS), Mini ALL4 Racing, + 17:23
6. Van Loon/Rosegaar (NL), Mini ALL4 Racing, + 20:04
7. Sainz/Cruz (E), Peugeot 2008 DKR, + 20:32
8. Al-Rajhi/Gottschalk (SAU/D), Toyota Hilux, + 21:34
9. Sousa/Fruza (P), Mitsubishi, + 22:04
10. Terranova/Graue (RA), Mini ALL4 Racing, + 22:23  

Ergebnis der 2. Prüfung (518 km):  

1. Al-Attiyah/Baumel (QA/F), Mini ALL4 Racing, 5:04:50 h.
2. De Villiers/Von Zitzewitz (ZA/D), Toyota Hilux, + 8:30 min.
3. Ten Brinke/Colsoul (NL/B), Toyota Hilux, + 10:04
4. Holowczyc/Panseri (PL/F), Mini ALL4 Racing, + 11:12
5. Vasilyev/Zhiltsov (RUS), Mini ALL4 Racing, + 16:09
6. Al-Rajhi/Gottschalk (SAU/D), Toyota Hilux, + 17:57
7. Van Loon/Rosegaar (NL), Mini ALL4 Racing, + 19:44
8. Sainz/Cruz (E), Peugeot 2008 DKR, + 20:16
9. Sousa/Fruza (P), Mitsubishi, + 21:00
10. Terranova/Graue (RA), Mini ALL4 Racing, + 24:01  

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