Rallye Dakar 2010 – die VW-Halbzeitbilanz

Von Toni Hoffmann
Dakar Auto
VW-Impressionen von der Rallye Dakar 2010

VW-Impressionen von der Rallye Dakar 2010

VW-Motorsport-Direktor Kris Nissen: «Bei der Dakar muss man stets die Ruhe bewahren».

Positive Halbzeitbilanz für Volkswagen bei der Rallye Dakar: Drei der fünf gestarteten Race Touareg führen die härteste Rallye der Welt am einzigen Ruhetag deutlich an. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) liegen nach sieben von 14 Etappen 11.03 Minuten vor Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) und 22.06 Minuten vor Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA). Drei Etappensiege gingen bislang an Volkswagen, an vier Tagen lag eines der Fahrer-/Beifahrer-Gespanne mit TDI-Power in Führung.

Der legendäre Motorsport-Marathon forderte während der ersten Rallye-Woche Mensch und Material auf das Äusserste: Auf den ersten sieben Etappen von Buenos Aires (Argentinien) über Iquique bis Antofagasta (beide in Chile) standen neben schnellen Schotterabschnitten auch schwindelerregende Höhen von bis zu 4.726 Metern über Normalnull während der ersten Andenüberquerung auf dem Programm. Tiefer und weicher Sand, turmhohe Dünen, schroffe Gebirgszüge und endlose Geröllfelder machen den Wüstenklassiker erneut zur grössten Herausforderung, die der Motorsport zu bieten hat.

Die extreme Belastung forderte auch von Volkswagen Tribut. Die Titelverteidiger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) verloren auf der dritten Etappe durch einen Folgeschaden nach einem Unfall mehrere Stunden. Am sechsten Rallye-Tag schied das brasilianische Duo Maurício Neves/Clécio Maestrelli nach einem Unfall verletzungsbedingt aus.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
«Mein Fazit nach den ersten sieben von 14 ‚Dakar‘-Tagen? Erstens: Der Wettbewerb ist hart, besonders das X-raid-Team und Stéphane Peterhansel sind schnell unterwegs. Zweitens: Die erste Hälfte der Rallye war härter als erwartet. Und drittens: Jeder im Team macht einen hervorragenden Job. Ich bin auf jeden einzelnen in der Mannschaft stolz. Wir führen mit drei Fahrzeugen diesen extrem harten Wettbewerb an. Wir haben also viel erreicht, aber noch nichts gewonnen. Auch für die kommenden sieben Etappen gilt: Bei der ‚Dakar‘ muss man stets die Ruhe bewahren. Nur dann hat man eine Chance, auch am Ende ganz vorn zu sein. Der Ruhetag ist nur eine Momentaufnahme.»

#303 - Carlos Sainz (E), 1. Platz Gesamt-Wertung
«Die erste Hälfte der ‚Dakar‘ war rundum positiv für uns. Wir führen die Rallye nach extrem harten Etappen vor zwei Teamkollegen an. Der Race Touareg läuft wie ein Uhrwerk - egal, ob im weichen und tiefen Sand, auf Schotter oder auf steinigem Untergrund. Alles in allem gibt es also viel Grund zur Freude. Und ein grosses ‚Aber‘: Wir haben gerade einmal die Hälfte der Rallye hinter uns gebracht.»

#306 - Timo Gottschalk (D), Copilot
«Für meinen Fahrer Nasser Al-Attiyah und mich gab es bei dieser ‚Dakar‘ viele Höhen, aber auch ein paar Tiefen. Dennoch: Die Ausgangslage ist gut, und die Rallye noch lange nicht entschieden. Eine Vorhersage zu treffen, fällt schwer - so oft, wie die Führung bereits gewechselt hat. Wir wollen auf jeden Fall bis zum Ende ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden. Doch dazu müssen wir auch in der zweiten Woche die Geduld bewahren.»

#300 - Dirk von Zitzewitz (D), Copilot
«Dies ist definitiv nicht unsere Rallye. Wir haben nach vielen Problemen keine Chance mehr, unseren Titel erfolgreich zu verteidigen. Das gilt aber ganz und gar nicht für das gesamte Volkswagen Team. Dass drei ‚Blaue‘ auf den ersten drei Plätzen liegen, ist eine herausragende Ausgangsposition für die zweite Rallye-Woche. Mein Fahrer Giniel de Villiers und ich werden alles dafür geben, unseren Teamkollegen beim Projekt Titelverteidigung zu helfen.»

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