Trotz Dakar-Schlappe: Bei Yamaha überwiegt der Stolz

Von Kay Hettich
Dakar Moto
Adrien Van Beveren ist nach seinem Sturz bereits zurück in die Heimat geflogen

Adrien Van Beveren ist nach seinem Sturz bereits zurück in die Heimat geflogen

Beim 40. Jubiläum der Rallye Dakar war Yamaha stark wie lange nicht mehr und führte die Gesamtwertung zeitweise an. Warum das Werksteam am Ende der größte Verlierer der härtesten Rallye der Welt wurde.

Das Yamalube Yamaha Werksteam hatte sich gut auf die Dakar 2018 vorbereitet. Mit einer komplett neuen WR450F Rallye sorgte insbesondere Adrien Van Beveren für Furore, auch Xavier de Soultrait mischte beständig auf vorderen Positionen der prestigereichen Rallye der Welt mit.

Van Beveren gewann die vierte Etappe und fuhr drei zwei Plätze ein. Als Dakar-Leader nahm der Franzose die zehnte Etappe in Angriff. Als einer von wenigen Top-Piloten navigierte der Yamaha-Pilot fehlerfrei und schien einem weiteren Etappensieg entgegen zu fahren. Drei Kilometer vor dem Ziel wurde er bei einem High-Speed-Crash aus dem Rennen gerissen.

Zuvor schied auf der achten Etappe de Soultrait ebenfalls durch Sturz aus. Anders als Van Beveren und de Soultrait war der Argentinier Franco Caimi nach seinem Crash auf Etappe 7 zwar noch fit, seine Yamaha jedoch nicht. Bis ins Ziel nach Cordoba schaffte es nur Wasserträger Rodney Faggotter – mit vier Stunden Rückstand auf Dakar-Sieger Matthias Walkner (Red Bull KTM) und deutlich hinter KTM, Honda, GasGas, Hero und Sherco.

«Es bei dieser wirklich schweren Dakar es überhaupt ins Ziel geschafft zu haben, ist nach der harten Arbeit dennoch eine Belohnung – auch die letzte Etappe war alles andere als einfach», meinte Teamchef Alexandre Kowalski. «Diese Dakar war sehr emotional für uns. Trotz der Verluste von Franco, Xavier und Adrien standen wir hinter Rodney, um ihn bis ins Ziel zu bringen. Ich persönlich bin sehr stolz auf das, was unser Team bei dieser Dakar geleistet hat.»

«Die erste Woche war traumhaft», betonte Kowalski. «Vor allem weil wir bewiesen haben, dass unser Motorrad wirklich stark und absolut in der Lage ist, eine Dakar zu gewinnen. Wir haben uns deutlich verbessert – wir sind glücklich darüber, dass wir Yamaha hier vertreten konnten.»

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