DTM Moskau: Rast rast zum Sieg und an die Spitze

Von Andreas Reiners
DTM
René Rast

René Rast

René Rast feiert seinen zweiten Saisonsieg und ist wieder Spitzenreiter. Bemerkenswert: Mike Rockenfeller wird mit gebrochenem Fuß Zweiter.

René Rast hat sein verkorkstes Rennwochenende vom Norisring gut verdaut: Der Audi-Rookie, der seine Tabellenführung in Nürnberg verloren hatte, erkämpfte sich die Spitzenposition durch seinen zweiten Saisonsieg beim neunten Rennen des Jahres zurück und ist damit «Halbzeitmeister». Rast hat nunmehr 99 Punkte auf seinem Konto.

Ein Wörtchen mitreden im Titelkampf kann nach einer beeindruckenden Leistung möglicherweise auch Rasts Markenkollege Mike Rockenfeller. Denn der Meister von 2013 fuhr mit seinem gebrochenen Mittelfuß auf Platz zwei und hat als Gesamtsechster 73 Zähler auf dem Konto. Den Bruch hatte sich Rockenfeller beim Crash auf dem Norisring zugezogen.

Ebenfalls auf das Podium fuhr Meister Marco Wittmann (BMW), der sich zwar die Pole Position gesichert hatte, aufgrund seiner Strafe vom Norisring (dritte Verwarnung) um fünf Startplätze zurückversetzt worden war. Vierter wurde Mercedes-Mann Robert Wickens nach einer starken Aufholjagd vor BMW-Pilot Timo Glock.

Mit seinem sechsten Platz bleibt auch Lucas Auer vorne dabei, der Österreicher betrieb nach einem schwachen Qualifying Schadensbegrenzung und hat als Zweiter nun vier Punkte Rückstand auf Rast. Ekström fiel nach einem verkorksten Rennen auf Gesamtplatz drei zurück, nach Rang acht hat er nun 91 Punkte. Die Top Ten im Rennen komplettierten Jamie Green und Maro Engel.

Zwei Brennpunkte nach dem Start

Zwei Brennpunkte gab es in der Anfangsphase: Zum einen gerieten wie im Vorjahr Glock und Ekström aneinander. Der Schwede kam dadurch von der Strecke ab und fiel zurück. Und: Rockenfeller und Farfus kollidierten kurze Zeit später, nachdem der Deutsche kurz vor der Einfahrt in die Zielgerade die Tür zumachte. Farfus bleibt der Pechvogel des Jahres, er zog sich auf Platz drei liegend einen Plattfuß zu. Rockenfeller und Glock erhielten für die Aktionen eine Verwarnung.

Ein paar Fahrer versuchten wieder die Taktik des frühen Stopps in Runde eins, einige andere kamen ebenfalls relativ früh zum Reifenwechsel. Die Spitzengruppe um Rast, Rockenfeller, Wittmann und Glock blieb dafür länger draußen. Dafür entwickelte sich ein durchaus unterhaltsames Rennen, mit einigen sehenswerten und mit harten Bandagen geführten Manövern, auch unter Markenkollegen.

Nach allen Stopps zur Halbzeit des Rennens behielt Rast seine souveräne Führung vor Rockenfeller und Wittmann. Mercedes brachte unter anderem durch die Taktik zwei Fahrer nach vorne: Zum einen Wickens, der von Platz zwölf aus ins Rennen gegangen war. Stark verbessert hatte sich auch Auer, der von Startplatz 14 aus bis auf Rang sechs gefahren war. Rockenfeller rückte Rast zwar immer mehr auf die Pelle, doch trotz des Einsatzes seines Klappflügels kam er an seinem Landsmann nicht vorbei. Oder er durfte nicht.

 

 

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