DTM-Titelkampf: Mercedes schwört sich ein

Von Otto Zuber
Fit für den DTM-Endspurt: Kurz nach dem Beginn der zweiten Saisonhälfte in Zandvoort fanden sich die DTM-Fahrer von Mercedes in dieser Woche zum zweiten Fitness-Camp des Jahres in Schladming ein.

Team-Captain Gary Paffett hat in seinen knapp 15 Jahren in der DTM schon etliche Fitness-Camps erlebt, zuletzt zu Jahresbeginn im spanischen La Manga. «Es war eine gute Woche», fasste Gary zusammen. «Wir hatten einen guten Mix aus harter Arbeit mit harten Sessions und auch Spaß. Es war gut, um deine Teamkollegen noch besser kennenzulernen und als Team weiter zusammenzuwachsen. Wir haben hart gearbeitet, hatten gleichzeitig aber auch Spaß. Das war wichtig.»

Das Trainingsprogramm reichte von Einzelsportarten wie Tennis, Radfahren, Golf oder Martial Arts über Mannschaftssportarten wie Fußball und Beach Volleyball bis zu besonderen Team-Building-Maßnahmen wie einer gemeinsamen Wildwasserfahrt oder einem Abenteuer-Trip. «Schladming selbst ist fantastisch und es bietet alle Möglichkeiten», lobte Maro Engel «Wir hatten Glück mit dem Wetter, das gut mitgespielt hat.»

Dabei sollte sich niemand von Begriffen wie «Hiking» täuschen lassen. «Wandern klingt immer so easy, aber es war alles andere als leicht», betonte Engel mit einem Schmunzeln. «Es war ein richtiger Kampf, den Berg hoch zu kommen. Das hat uns richtig gefordert. Entsprechend gut hat es sich angefühlt, als wir oben waren.» Aber nicht nur das Wandern gefiel den Fahrern. «Es hat Spaß gemacht, mit den Teamkollegen eine Wildwasserfahrt zu machen», fügte Robert Wickens hinzu. «Das war eine schöne aktive Erholung.»

Für Edoardo Mortara war es das zweite Fitness-Trainingslager gemeinsam mit seinen Teamkollegen. «Es ist toll, dass wir hier zusammengekommen sind. Vor allem nach so einem schwierigen Wochenende wie in Zandvoort», sagte Mortara, der sich bestens in der Mannschaft eingelebt hat. «Wir hatten auch Zeit, die erste Saisonhälfte zu analysieren. Es war cool, wir hatten eine gute Zeit miteinander.»

Neben der Analyse, dem Spaß und dem Zusammenhalt unter den Fahrern standen natürlich auch Fitness-Tests im Mittelpunkt des Programms. «Der Fitnesstest zu Beginn war hart», verriet Robert Wickens. «Aber es ist immer schön, dich selbst an die Grenzen zu treiben und zu sehen, was du kannst und ob du dich seit dem Fitness-Camp in La Manga Anfang Februar verbessert hast.»

Nicht ganz perfekt verlief die Woche unterdessen für Lucas Auer, der den ersten halben Tag krank auslassen musste. «Danach wurde ich aber wieder gesund und konnte mit den Jungs mittrainieren», verriet er. «Es war wie immer eine coole Woche, alles gut.» Paul Di Resta konnte wegen Terminüberschneidungen nicht an der Fitnesswoche teilnehmen. Der DTM-Champion von 2010 bereitete sich auf das anstehende Formel 1-Rennwochenende in Belgien vor, wo er als Test- und Ersatzfahrer für Williams sowie als TV-Experte für Sky aktiv ist. 

Dafür komplettierten die beiden Test- und Ersatzfahrer Maximilian Günther und Daniel Juncadella das Team in Schladming. «Es waren coole Tage», fasste Max zusammen, der momentan in der FIA Formel-3-Europameisterschaft auf dem zweiten Gesamtrang liegt. «Es macht sehr viel Spaß, zusammen Sport zu treiben. Das schweißt uns als Team weiter zusammen. Wir alle haben uns für die letzten Rennen noch mal frisch gemacht, um mit voller Attacke anzugreifen.»

Auch Juncadella genoss das gemeinsame Trainieren mit seinen Teamkollegen, das er bereits aus den vergangenen Jahren kannte. «Es ist eher ein Team-Building-Event», fügte Daniel hinzu. «Wir kennen uns alle ziemlich gut und hatten deshalb viel Spaß. Das Wetter war ebenfalls großartig, somit waren es perfekte Bedingungen für eine tolle Trainingswoche.»

«Es ist bei uns im Team schon eine kleine Tradition, zur Jahresmitte noch einmal alle Fahrer zu einem Fitness-Camp zusammenzurufen», sagte Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz. «Zum einen können sie so gut miteinander trainieren und ihre Fitness überprüfen. Zum anderen stärkt es unseren ohnehin schon sehr guten Teamspirit, bevor es in die heiße Phase der Saison geht. Nach der Trainingswoche in Schladming können wir beruhigt festhalten, dass unsere Fahrer gut gerüstet für die letzten drei Rennwochenenden der Saison sind, an denen es drauf ankommt.»

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