Kalender 2018: Bekommt die DTM zehn Events?

Von Andreas Reiners
Der Norisring ist unantastbar

Der Norisring ist unantastbar

In dieser Woche werden erste Weichen für den neuen Kalender gestellt. Klar ist: DTM-Chef Gerhard Berger hätte gerne mehr Events.

Gerhard Berger hatte nie ein großes Geheimnis daraus gemacht: Er will mehr Rennen. Zwölf Events sind sein langfristiges Ziel. Kurzfristig soll es allerdings bereits eine Ausweitung des Kalenders geben. «Ich plädiere für zehn Events», bestätigte der Österreicher am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring nochmals. Und: Gravierende Änderungen werde es nicht geben. Bedeutet: Das Gerüst bleibt.

Für mehr Rennen muss sich Berger aber mit den Herstellern einigen. Die haben grundsätzlich gar nichts gegen mehr Events, wenn die Kosten im Rahmen bleiben. Oder anders gesagt: Zehn Rennwochenenden für den Preis der bisherigen neun wären gar kein Problem. Heißt: Man müsste sich von teuren Gastspielen trennen.

Sicher sind Hockenheim, der Nürburgring und der Lausitzring, wenn nach dem Verkauf an die Dekra eine Lösung in der Veranstalter-Frage gefunden wird. Der Norisring ist als Highlight sowieso unantastbar. Die Auslands-Stationen Spielberg und Zandvoort dürften ebenfalls relativ fest verankert sein.

Kandidaten für eine Trennung wären die teuren Events in Moskau und Budapest. Vor allem der Hungaroring bereitet den Verantwortlichen Kopfzerbrechen. «Es waren nicht viele Zuschauer da und man kann einfach nicht überholen, es ist eine reine Prozession. Ich finde, dass es eine tolle Strecke ist, ich weiß aber nicht, ob sie so gut zur DTM passt», sagte Mercedes-Teamchef Ulrich Fritz.

Rund ein Dutzend Strecken liegen zur Diskussion auf dem Tisch, wohl auch mit Alternativen im benachbarten Ausland. Eine Rückkehr nach Oschersleben steht aber nicht zur Diskussion. Auch wenn sich der Zuschauerzuspruch immer sehen lassen konnte. «Auch dort kannst du nicht überholen und hast nach der ersten Kurve neun verwundete und neun intakte Autos. Und dann wird es langweilig», sagte Fritz. Und der Sachsenring? «Ich glaube nicht, dass die Überholerei dort besser wird. Und dann gibt es immer noch die Probleme mit den Lärmtagen», so Fritz.

Womit die Alternativen in Deutschland so ziemlich ausgeschöpft wären. «Wir sollten uns Schritt für Schritt dem internationalen Markt öffnen, dürfen den Kernmarkt Deutschland aber nicht aus den Augen verlieren», hatte Berger am Nürburgring auch erklärt.

Ein einmaliger Ausflug in das benachbarte Ausland ist eher unwahrscheinlich, dann schon eher ein langfristiges Gastspiel, um sich eine Fanbase aufzubauen. Oder einem dort ansässigen Hersteller einen möglichen Einstieg schmackhaft zu machen oder zu erleichtern. Es ist allerdings auch nicht so, als hätte es die DTM nicht im Ausland versucht. Doch Rennen in Barcelona, Valencia, Estoril, Dijon, Istanbul oder Mugello fanden praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Fahrer hatten sich zuletzt für einen Stadtkurs ausgesprochen, auch Fritz sagte: «Ich fände einen zweiten Stadtkurs megageil.» Aber: «Die Frage ist: Ist das finanzierbar und realisierbar?» Im Rahmen der üblichen Gerüchte wurde auch Pau als mögliche Strecke genannt, womit man einen zweiten Stadtkurs hätte. Immer wieder fällt auch Spa als Alternative, immerhin ist der Traditionskurs nicht weit von der Grenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt.

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