DTM Lausitzring: Chaos, Crashs und ein Comeback

Von Andreas Reiners
DTM
Edoardo Mortara

Edoardo Mortara

Das dritte Saisonrennen auf dem Lausitzring hatte es in sich: Ein dicker Startcrash, ein Mega-Crash vom Meister und ein Überraschungssieg. Timo Glock behält derweil die Gesamtführung.

Edoardo Mortara ist zurück: Der Italiener feierte auf dem Lausitzring ein starkes Comeback und holte seinen ersten Sieg seit seinem Wechsel von Audi zu Mercedes 2017.

Mortara, der seitdem immer wieder mit großen Problemen zu kämpfen hatte und an seine Audi-Form nie anknüpfen konnte, behielt in einem von Chaos und zwei großen Crashs geprägten Rennen die Nerven und rettete am Ende 0,9 Sekunden Vorsprung vor Timo Glock ins Ziel. Glock baute durch Platz zwei seine Führung im Gesamtklassement auf 62 Punkte aus, Zweiter bleibt Gary Paffett mit 43 Zählern.

Auch Philipp Eng konnte sein Glück kaum fassen. Der BMW-Pilot ließ seiner Freude via Funk freien Lauf. Denn der Rookie holte sich im dritten Saisonrennen seinen ersten Podestplatz in der DTM, er wurde Dritter. Für Polesetter Lucas Auer reichte es am Ende nur zu Platz vier, Bruno Spengler wurde im BMW Fünfter.

Chaos in der Startphase

Das Rennen war chaotisch und spektakulär, unter dem Strich gab es abzüglich von Safety-Car-Phasen und Abbruch nur rund 30 Minuten reine Rennzeit. Bereits die Startphase hatte es in sich, gleich zwei dicke Crashs überschatteten den Beginn. Gleich beim Start krachte es, und zwar ordentlich. Nico Müller blieb in seiner Startbox stehen, weil er seinen Motor abwürgte. René Rast konnte gerade noch ausweichen, Jamie Green allerdings nicht mehr, er rauschte dem Schweizer ins Heck.

Die Front des Audi war ordentlich demoliert, die Start-Ziel-Gerade war mit Trümmerteilen übersät. «Ich bin ein bisschen geschockt, ich habe gar nichts gesehen. Das Problem war: Mein Start war so gut, dass ich ganz knapp hinter René war und Müllers Auto gar nicht sehen konnte», sagte Green. Auch Müller ging es nach dem Crash gut: «Ich bin mehr angepisst als sonstwas. Jamie konnte nicht mehr ausweichen und dann hat es gescheppert.»

Nach der fast 15-minütigen Safety-Car-Phase gab es erstmals in dieser Saison den Indy Restart. In der ersten Kurve ging alles gut, doch kurze Zeit später die nächste Schrecksekunde: Nach einer Berührung kam Rast von der Strecke ab, der Audi verkeilte sich mit dem Rasen und überschlug sich.

Der Bolide war nach dem Überschlag völlig zerstört. Noch aus dem zerbeulten Auto zeigte Rast beide Daumen, ihm geht es den Umständen entsprechend gut, er wurde anschließend im Medical Car behandelt und geröntgt. Das Rennen wurde zwischenzeitlich abgebrochen.

Nach 16 Minuten erfolgte der Neustart, erneut als Indy Restart. Erneut benahmen sich die Fahrer, Auer behauptete die Führung vor Spengler, Eng, Glock und Wehrlein. Zur Erinnerung: Die Uhr lief während des Abbruchs weiter, knapp 20 Minuten Rest-Fahrzeit gab es noch, aber auch den Pflicht-Boxenstopp. Manche absolvierten ihn sofort, andere warteten noch ab. Im Endspurt hatte dann zunächst Eng die Nase vorne, musste dann aber sowohl Mortara als auch Glock ziehen lassen.

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