Spenglers Glücksbringer Julie: Jetzt ein Kind machen

Von Andreas Reiners
DTM
Bruno Spengler

Bruno Spengler

Bruno Spengler strahlte mit der Sonne über dem Nürburgring um die Wette. Dem Kanadier war anzumerken, wie sehr er sich über den zweiten Platz freute. Endlich mal wieder auf dem Podium. Endlich mal wieder vorne dabei.

Der BMW-Pilot konnte nach dem 15. DTM-Saisonrennen dann auch darüber lachen, dass ein Umstand immer wieder erwähnt, mit seinem ersten Podestplatz in dieser Saison in Verbindung gebracht wurde: Spengler hat zuletzt seine Lebensgefährtin Julie geheiratet. Und das beflügelt ihn offenbar. Eine Heirat als Motivation, als Schub. Von wegen der Hafen der Ehe mache langsam. Spengler beweist das Gegenteil.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt ließ sich dann auch nicht lumpen. Er fiel seinem Schützling um den Hals und scherzte: «Hättest du mal früher geheiratet! Jetzt noch schnell ein Kind machen, dann geht es ganz nach oben auf das Podium.»

Wir wollten auch nicht außen vor bleiben. Thema Glücksbringer: Bucht er für seine Frau jetzt den Flug nach Spielberg? Spengler lachte: «Das muss ich jetzt wohl, oder? Ich schaue mal, wie es am Sonntag läuft. Aber das ist ein Punkt. Denn sie war seit fast eineinhalb Jahren nicht da. Jetzt ist sie da und es läuft. Wenn sie nicht da sein sollte versuche ich aber auch, schnell zu fahren.»

Glücksbringer hin oder her: Für ihn war es in dieser Saison nicht einfach. In Brands Hatch zum Beispiel fuhr er das komplette Rennwochenende wegen technischer Probleme der Musik hinterher. Mit Platz zwei schaffte er mit 63 Punkten als Zehnter immerhin den Sprung in die Top Ten. «Ich gebe nie auf. Es ist manchmal hart, aber Motorsport ist nun mal hart. Man muss an sich glauben. Wenn das Auto im richtigen Fenster ist, dann läuft es auch wieder», sagte er.

Zweifel habe er nie gehabt. «Nein, du bist natürlich sehr enttäuscht. Aber ich fahre schon so lange in der DTM. Ich weiß, was ich erreicht habe. Aber es liegt ja nicht nur an dir selbst. Das ganze Paket muss stimmen. Wenn ein kleines Teil nicht passt, bist du weg vom Fenster. Dieses Jahr hatten wir Pech. So ist der Motorsport, du kannst nicht immer gewinnen. Du musst dann stark sein und es runterschlucken. Irgendwann kommt es ja.» Dass es so bleibt, dafür hat er ja jetzt einen Glücksbringer.

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