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DTM-Projekt: «Brennende Leidenschaft für Aston»

Von Andreas Reiners
Florian Kamelger (re.) mit DTM-Chef Gerhard Berger

Florian Kamelger (re.) mit DTM-Chef Gerhard Berger

Das DTM-Projekt um den Einstieg von Aston Marton ist komplex. Die Liebe zur Marke begann bei Florian Kamelger und Andreas Baenziger 2007.

Florian Kamelger und Andreas Baenziger kamen eher zufällig zu Aston Martin. Beide sind im «normalen» Leben Mediziner. Zwei Doktoren mit einer ausgeprägten Leidenschaft für den Motorsport. Und inzwischen auch einer tiefen Zuneigung für die Luxusmarke.

«Mein Geschäftspartner Andreas kaufte sich 2007 einen Aston Martin DBS. Und von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich unsere Liebe für Aston und wurde immer tiefer», erklärt Kamelger bei dtm.com. Hinzu kam ein, wie Kamelger es nennt, «glückliches Treffen mit [dem ehemaligen Aston-Martin-CEO] Ulrich Bez, der zu einem guten Freund wurde und uns ermutigte, eine Aston-Martin-Vertretung in der östlichen Schweiz zu eröffnen».

Seit 2010 sind Kamelger und Baenziger im Geschäft und haben eine von fünf Aston-Martin-Vertretungen in der Schweiz. Den beiden Geschäftspartnern war klar, dass man etwas anders machen musste, um eine Chance gegen die großen Händler zu haben.

«Also entschlossen wir uns, einen ganz eigenen Weg zu gehen. Und bei unserer Leidenschaft für Autos war der Motorsport die logische Entscheidung. Wir fühlen eine brennende Leidenschaft für Aston», sagt er. «Ich liebe Autos – und das ist die Emotion, auf der R-Motorsport aufgebaut wurde.»

R-Motorsport ist das Rennteam des Motorsport-Unternehmens AF Racing, das Kamelger und Baenziger gehört. Mit R-Motorsport treten sie in der DTM an, Kamelger ist Teamchef. Um die Autos kümmert sich das Joint Venture «Vynamic» um AF Racing und HWA.

Sehr komplex, sehr ambitioniert. Trotzdem war, nachdem R-Motorsport 2018 die Blancpain bestritten hatte, die DTM nicht der nächste logische Schritt. «Dennoch machte es irgendwie Sinn», so Kamelger. «Wir sind davon überzeugt, dass in der DTM die besten Tourenwagen der Welt am Start sind und deshalb waren wir der Ansicht, dass sie sowohl für uns als auch den Aston Martin Vantage das natürliche Umfeld darstellt», sagte der 42-Jährige.

Nach dem Spruch «Win on Sunday, sell on Monday» agiert man aber nicht. «Das ist für eine Luxusmarke wie Aston Martin nicht ganz so gewollt und umsetzbar wie für einen Volumenhersteller», betont Kamelger. «Wir wollen höchste Qualität und höchsten Kundenanspruch erfüllen und den Kunden begeistern und ihm auch den nötigen Luxus anbieten, umgesetzt an der Strecke. Das sind die Kernziele des Rennsportengagements, nicht so sehr, wie viele Autos ich am Montag nach einem Sieg am Sonntag verkaufe.»


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