Mit diesen Piloten startet die MotoGP-Ära 2027: KTM-Verträge vor Abschluss
Mit den jüngsten Nachrichten aus dem Honda-Lager hat sich das Fahrerbild zur neuen 850er-MotoGP-Ära für 2027 weiter geschärft. Auch KTM und Tech3 stehen kurz vor der Entscheidung.
Während des letzten GP-Rennens vor der Sommerpause auf dem Sachsenring hielten sich die Werke und Teams zurück, wenn es um die Verkündung neuer Fahrerpaarungen für die Saison 2027 geht. Gut eine Woche nach dem Halbzeitpfiff brachte dann Honda als letzter der fünf Hersteller die Mitteilungen zu ihren Neuverpflichtungen für die Königsklasse auf den Weg. In kurzen präzisen Bestätigungsschreiben wurde erst Moto2-Fahrer David Alonso bei HRC begrüßt, Minuten später war auch Großkaliber Fabio Quartararo offiziell für 2027 an Bord gemeldet.
Seitens LCR-Honda gab es aus gutem Grund keine zusätzlichen Botschaften. Denn sowohl Johann Zarco als auch Diogo Moreira haben Verträge für 2027. Offiziell werden der Franzose und der Basilianer LCR zugeordnet. Wenig überraschend wäre allerdings ein interner Positionswechsel mit Rookie Alonso an der Seite von Routinier Zarco.
Inoffiziell sind nur noch die Positionen bei Tech3 zu vergeben
Stand heute sind damit 15 der 22 MotoGP-Fahrerverträge für 2027 abgestempelt. Von den sieben vakanten Positionen sind zudem fünf Positionen ausgeredet, aber noch nicht offiziell bestätigt. Konkret: Als verabschiedet gilt der Plan, dass VR46-Ducati mit Fermin Aldeguer und Superbike-Dominator Nicolo Bulega ausrückt. Bei der aktuellen sehr erfolgreichen Trackhouse-Mannschaft bleibt Raul Fernandez, dazu stößt der jetzige KTM-Tech3-Fahrer Enea Bastianini.
Dazu kommt eine Position im Yamaha-Kundenteam von Paolo Campinoti. Neben Toprak Razgatlıoğlu gilt Moto2-Eigengewächs Izan Guevara als gesetzt.
Es bleiben die beiden Positionen bei Tech3. Nur KTM und Tech3-Boss Günther Steiner befinden sich aktuell noch in Verhandlungen. Kandidaten sind die beiden Moto2-Helden der deutschen Intact-GP-Mannschaft – Tabellenführer Manuel Gonzalez und Senna Agius – sowie der erfahrene Luca Marini.
Erfahrung – so die Ansage von Günther Steiner – als wichtiges Kriterium für mindestens einen der beiden Piloten zum Start der 850er-Ära. Noch ziehen sich die Verhandlungen nach Kenntnisstand von SPEEDWEEK.com mit dem Halbbruder von Valentino Rossi hin, doch der Italiener ist Wunschkandidat für einen Wechsel ins französische KTM-Lager.
Einigt man sich mit dem Noch-Honda-Werksfahrer Marini, wird die Entscheidung für den letzten freien MotoGP-Platz für 2027 zwischen Gonzalez und Agius fallen. Trotz klarer WM-Führung beeindruckender GP-Vita deutet alles darauf hin, dass der jüngere Australier Senna Agius die besten Karten für den MotoGP-Aufstieg hat.
Sobald hier die Entscheidungen gefallen sind, ist alles andere Formsache für die Aufstellung der Königsklasse. Geschlossen wird der Transfermarkt aber noch nicht. Der Kampf um die aussichtsreichsten Positionen in der angeschlossenen Moto2 und Moto3 wird sich bis zum Jahresende ziehen.
MotoGP-Startfeld 2027:
DUCATI:
Lenovo: Marc Marquez (E), Pedro Acosta (E)
VR46: Fermin Aldeguer (E), Nicolo Bulega (I)
Gresini: Daniel Holgado (E), Joan Mir (E)
APRILIA:
Aprilia Racing: Marco Bezzecchi (I), Pecco Bagnaia (I)
Trackhouse: Enea Bastianini (I), Raul Fernandez (E)
KTM:
Factory Racing: Alex Marquez (E), Fabio Di Giannantonio (I)
Tech3: Gonzalez? Agius? Marini?
HONDA:
HRC: Fabio Quartararo (F), Moreira oder Alonso
LCR: Johann Zarco (F), Moreira oder Alonso
YAMAHA:
Factory Racing: Jorge Martin (E), Ai Ogura (J)
Pramac: Toprak Razgatlioglu (TR), Izan Guevara (E)
Fahrernamen in fett = bestätigt
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