Salzburgring: DTM-Comeback wird schwieriger

Von Gerhard Kuntschik
DTM
Das Salzburgring-Comeback wird schwieriger

Das Salzburgring-Comeback wird schwieriger

Der Wille ist beiderseits da, die Umsetzung wird nicht einfach werden: Eine Rückkehr der DTM nach Österreich bzw. auf den Salzburgring gestaltet sich immer schwieriger.

Gerhard Berger, Salzburgring-Fan und Chef des DTM-Veranstalters ITR, scheint langsam die Geduld zu verlieren. Das Problem ist die für die 610-PS-Turbo-Tourenwagen nötige Grade-2-Lizenz des Automobilverbandes FIA, für die im Nesselgraben Umbauarbeiten notwendig werden.

Ring-Geschäftsführer Ernst Penninger erklärte dazu: «Die Schikane nach Start und Ziel und die Nockstein- wie Fahrerlagerkurven sind nicht das Problem, das lässt sich alles bewerkstelligen.

Aber die verlangte Verlegung der Zielkurve nach innen, um mehr Sturzraum zu bekommen, ist ein Hemmschuh. Wir müssten im verlangten Ausmaß den Bach dort überbauen, das erfordert umwelt- und wasserrechtliche Verfahren, die vermutlich nicht schnell abzuwickeln sind.»

Berger sagte auf Nachfrage am Rande des Norisring-Rennens in Nürnberg: «Wenn der Salzburgring die Lizenz hat, fahren wir dort. Wenn nicht, dann nicht.»

Eine weitere Diskrepanz ist, dass die ITR Salzburg gern als erstes Saisonrennen Anfang Mai sehen würde. Penninger dazu: «Das wollen wir keinesfalls. Heuer hatten wir an diesem Wochenende noch den Wintereinbruch mit Schnee. Wir präferieren einen Juni-Termin.»

Dass aber Berger & Co. noch immer irgendwie mit Salzburg spekulieren, lässt sich aus Bergers Aussage, «wir müssen nicht zwei Mal in der Saison in Hockenheim fahren, am Anfang oder am Schluss ginge auch», schließen.

Eine Rückkehr auf den Red Bull Ring (wo man von 2011 bis 2018 gastierte) scheint noch unwahrscheinlicher: Das Projekt Spielberg verzichtete im Vorjahr auf eine Verlängerung des Vertrages, weil man mit den Konditionen nicht einverstanden war und das Publikumsinteresse in der Steiermark unter den Erwartungen geblieben war – in Salzburg mit dem süddeutschen Raum in der Nachbarschaft wäre es vermutlich deutlich größer.

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