Gerüchte über Gespräche: Kauft der ADAC die DTM?

Von Andreas Reiners
Was passiert mit der DTM?

Was passiert mit der DTM?

Die ITR hat Gespräche mit dem ADAC bestätigt. Von gemeinsamen Veranstaltungen bis hin zu einem Verkauf der DTM an den ADAC scheint alles möglich.

Es war ruhig geworden um die DTM. Seit dem Saisonende Anfang Oktober in Hockenheim gab es keine Meldungen mehr zur Saison 2023. Keine offiziellen Einschreibungen, keine neuen Teams, keine Bekenntnisse - und vor allem kein neuer Kalender.

Hinter den Kulissen allerdings geht es zur Sache: ITR und ADAC sprechen intensiv über die Zukunft der beiden Serien. Die Gerüchteküche brodelt. Von gemeinsamen Veranstaltungen bis hin zu einem Verkauf der DTM an den ADAC scheint alles möglich. Auch das GT Masters hat noch keinen Kalender für 2023 verkündet. Dabei verdichten sich vor allem die Anzeichen eines Verkaufs.

Synergien prüfen

«Wir befinden uns aktuell in Gesprächen mit Blick auf das kommende Jahr. Wir können bestätigen, dass wir mit dem ADAC sprechen und mögliche Synergien prüfen, die wir – vor allem zum Vorteil der teilnehmenden Teams und Partner – künftig gemeinsam realisieren könnten. Sobald es eine Entscheidung gibt, werden wir dazu informieren», hieß es vonseiten der ITR.

Synergien prüfen – diese Synergien waren schon länger gefordert worden. Denn seit die DTM 2021 vom Class-1- auf das GT3-Reglement wechseln musste, konkurrieren die beiden Rennserien miteinander, auch wenn es diverse Unterschiede gibt. De facto sind es aber zwei große GT3-Plattformen, die um die Gunst der Teams buhlen. Vor allem die DTM boomte, sie konnte 2022 ein Rekordstarterfeld vermelden. Auch für 2023 gebe es «wahnsinnig viele Anfragen», sagte Berger noch im September.

Dass sich die beiden Rennserien nach einem Streit zwischen dem damaligen ADAC-Sportpräsidenten Hermann Tomczyk und DTM-Boss Gerhard Berger zusammentun würden, schien lange weit weg. Doch die Gespräche laufen offenbar schon seit Monaten.

Gerüchte über Verkauf

Gerüchte über einen Verkauf der DTM gibt es auch schon länger, Berger hatte dies aber immer wieder dementiert. Zuletzt Ende August, als Martin Tomczyk zum neuen DTM-Manager befördert wurde.

Damals hieß es: kein Rückzug. «Im Gegenteil, wir stocken auf. Ich brauche Unterstützung, ich brauche ein zweites Gesicht in der DTM, der nach außen wirkt. Ich kann es nicht alles selbst machen, ich habe noch andere Firmen, andere Beschäftigungen und Familie, ich kann nicht Tag und Nacht unterwegs sein. Die Plattform wächst, und wir wollen noch mehr wachsen, und dazu muss man die Mannschaft aufbauen und Verantwortung abgeben», so Berger.

Berger hatte 2017 als DTM-Chef angefangen und nach dem Ausstieg von Audi und BMW nach der Saison 2020 mit seiner Firma die ITR übernommen, er trägt nun also auch das unternehmerische Risiko.

Es ist kein Geheimnis, dass die DTM unter Corona und den Geisterrennen besonders gelitten hat, die Serie hatte sich einen harten Sparkurs verordnet. Wie es wirtschaftlich tatsächlich um die DTM steht, ist aber unklar. Nicht auszuschließen, dass dies auch ein essenzieller Grund für die Gespräche ist. Fakt ist aber, dass schnell Klarheit herrschen muss, damit die Teams planen können - für welche Rennserie dann auch immer.


Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Fernando Alonso im Aston Martin: Na denn gute Nacht

Mathias Brunner
​Der spanische Formel-1-Star Fernando Alonso tritt 2023 in einem Aston Martin an, für den Technikchef Dan Fallows die Verantwortung trägt. Der Brite sagt: «Meine besten Ideen kommen mitten in der Nacht.»
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Mi.. 01.02., 12:00, Eurosport
    Formel E: FIA-Weltmeisterschaft
  • Mi.. 01.02., 14:35, Motorvision TV
    FIM World Motocross Championship 2021
  • Mi.. 01.02., 15:35, Motorvision TV
    FIM X-Trial World Championship
  • Mi.. 01.02., 15:35, Motorvision TV
    FIM X-Trial World Championship 2022
  • Mi.. 01.02., 16:30, Motorvision TV
    Gearing Up 2022
  • Mi.. 01.02., 16:55, Motorvision TV
    Extreme E: Electric Odissey 2022
  • Mi.. 01.02., 16:55, Motorvision TV
    Extreme E: Electric Odissey 2022
  • Mi.. 01.02., 19:15, ServusTV Österreich
    Servus Sport aktuell
  • Mi.. 01.02., 20:00, Motorvision TV
    NASCAR Cup Series 2022
  • Mi.. 01.02., 22:20, Motorvision TV
    New Zealand Jetsprint Championship
» zum TV-Programm
2