MTEK-Chef Ernest Knoors: «Nur DTM und Formel 1»

Von Ivo Schützbach
DTM
MTEK-Chef Ernest Knoors

MTEK-Chef Ernest Knoors

Jahrelang arbeitete Ernest Knoors als Motoren-Techniker in der Formel 1. Jetzt versucht sich der Niederländer als Teamchef in der DTM.

Es war eine Überraschung, als letzten September die MTEK-Mannschaft mit jetzigem Sitz in Garching den Zuschlag als viertes BMW-Team (mit Timo Glock und Marco Wittmann) für die DTM 2013 erhielt. Kopf von MTEK ist der Niederländer Ernest Knoors, den Insider als Leiter Antriebsstrang für den Formel-1-Kundensport bei Ferrari kennen und der in dieser Funktion die mit den Motoren aus Maranello rennenden Kundenteams Sauber und Toro Rosso betreute.

«Die Formel 1 war eine sehr schöne Herausforderung, ab einem gewissen Punkt wurde es aber ein bisschen langweilig», sagte Knoors anlässlich der BMW-Teampräsentationen in München zu SPEEDWEEK.com. «Ich habe erst bei Cosworth für Stewart und Jaguar gearbeitet, dann für BMW Williams und die letzten sieben Jahre für die Ferrari-Kundenteams. Irgendwann wollte ich dann etwas anderes machen. DTM ist neben Formel 1 eine der wenigen Kategorien, in denen du in Europa auf hohem Niveau professionell Motorsport machen kannst.»

«Ich wollte auch nicht mehr durch die ganze Welt reisen», ergänzte der Teamchef. «Der Wettbewerb in der DTM ist interessant. In der DTM kannst du als neues Team anfangen und um den Sieg mitfahren – wenn du deine Arbeit richtig machst. Wir betreiben Motorsport, um vorne zu fahren. Nicht nur, um dabei zu sein. Das Schöne an der DTM ist, dass sie sehr ausgeglichen ist.»

Nur fünf Monate Zeit

Das MTEK-Team wurde in den letzten Monaten aus dem Boden gestampft. Knoors: «Durch meine lange Tätigkeit im Motorsport hatte ich ein Netzwerk, um die richtigen Leute zu verpflichten. Wir sind als Team in einigen Dingen beschränkt, müssen dadurch sehr fokussiert arbeiten. Wenn du weißt, dass du fünf Monate hast um deinen Job zu erledigen, dann musst du es auch in dieser Zeit schaffen. Das hat auch sehr gut funktioniert. Ob und wie gut das Team zusammengewachsen ist, sieht du erst wenn die Leute Druck ausgesetzt sind.»

Also beim ersten Rennen in Hockenheim am 5. Mai 2013.

Einen Nachteil hat MTEK gegen die Konkurrenz ohne Diskussion: Mangelnde Erfahrung. «Obwohl wir lauter Mitarbeiter haben, die im Motorsport und dort auf hohem Niveau gearbeitet haben», unterstreicht der Niederländer. «In die DTM spazierst du nicht einfach rein und fährst vorne mit. Wir müssen viel lernen, werden aber eine steile Lernkurve haben.»

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