Rockenfeller: «DTM-Führung nicht wichtig im Moment»

Von Andreas Reiners
DTM
Mike Rockenfeller: Sieg in Brands Hatch

Mike Rockenfeller: Sieg in Brands Hatch

Der Audi-Pilot stapelt trotz der Gesamtführung nach vier Rennen erst einmal tief. Getreu dem Motto: Am Ende der Saison wird abgerechnet.

Ein Statistik-Freund ist Mike Rockenfeller nicht gerade. Eigentlich müsste sich der Audi-Pilot die DTM-Gesamtwertung jeden Tag anschauen. Und genießen. Immerhin steht der 29-Jährige gemeinsam mit Titelverteidiger Bruno Spengler nach vier Rennen an der Spitze. Und Rockenfeller? Interessiert das (noch) nicht wirklich. «Das ist nicht wichtig im Moment. Entscheidend ist, dass man dabei ist. Ich versuche, in jedem Rennen das Maximum herauszuholen. Das können auch mal nur ein paar Punkte sein», sagte Rockenfeller im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Rockenfeller hatte sich bereits in der vergangenen Saison zur Audi-Speerspitze gemausert und war als Gesamtvierter bester Pilot der Ingolstädter. Das Problem 2012: Audi war von der Möglichkeit, Siege einzufahren, weit entfernt. Das hat sich in der neuen Saison geändert, Audi hat im Rahmen der Möglichkeiten im Winter bei weitestgehend eingefrorenen Autos aufgeholt. Und Rockenfeller in Brands Hatch bereits einen Sieg feiern können. «Es kommen noch viele Rennen, die anderen arbeiten hart. Wir müssen weiter arbeiten, dass wir dort bleiben, wo wir sind.»

Während die Markenkollegen das Potenzial noch nicht konstant auf die Strecke bringen, spielt Rockenfeller eine gewichtige Rolle im Titelkampf. Aber auch darüber macht er sich keine Gedanken. Noch nicht. «Noch denke ich aber nicht darüber nach, dass ich die Meisterschaft gewinnen kann. Am Ende bringt das nichts, weil es noch so weit weg ist. Es macht auch keinen Unterschied, wenn man darüber nachdenkt», sagte Rockenfeller. «Wichtig ist, dass ich am Ende oben stehe.»

Wie fühlt sich Rockenfeller denn als neue Audi-Speerspitze? «Für mich fühlt es sich nicht anders an als letztes Jahr. Ich bin zufrieden. Ich habe in diesem Jahr nur noch die DTM und keine großen anderen Programme. Deshalb ist es für mich natürlich wichtig, dass ich das Bestmögliche zeige», sagte er. 2013 hat er Ausflüge in den Sportwagen mit der Ausnahme vom 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gestoppt und konzentriert sich nur noch auf die DTM.

Mit Erfolg. Allerdings wird der Audi-Pilot nicht anfangen, zu taktieren. «Es ist als Rennfahrer immer der Kompromiss zwischen Risiko und zu sagen, es lohnt sich nicht – dass das Risiko zu groß ist, am Ende mit null Punkten da zu stehen. Da ändert sich auch nichts dran, ob du in der Gesamtwertung nun vorne stehst oder hinten.»

Doch wenn es so weitergeht, wird sich auch Rockenfeller die Statistiken genauer ansehen. «Natürlich, am Ende des Jahres, wenn du immer noch in so einer Position bist, dann sagst du: Ok, jetzt hast du die Chance.»

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