Sepang-Shakedown, Tag 3: Espargaro fährt Honda auf das nächste MotoGP-Level
Am dritten und letzten Tag des Shakedowns purzeln die Rundenzeiten. Mittags wird das Feld erneut von Aleix (Honda) und Pol (KTM) Espargaro angeführt. Quartararo (Yamaha) schnellster Stammfahrer.
Der 5,543 km lange Sepang-Kurs war noch keine zwei Minuten freigegeben, da glühten bereits sieben MotoGP-Akteure über den Asphalt. Neben Fernandez, Rins und Quartararo, alle auf Yamaha, den KTM-Testern Mika Kallio und Pol Espargaro und Rookie Diogo Moreira war auch Honda-Tester Aleix Espargaro dabei.
Der Veteran sorgte für nichts anderes als einen Knaller: In seiner ersten fliegenden Runde servierte Espargaro im unscheinbaren Grau-Schwarz eine 1:57,554 min. Damit unterbot der HRC-Pilot die bisherige Testbestzeit um knapp eine Sekunde. Wie ernst es die Piloten meinen – und wie gut die Bedingungen in den frühen Stunden des dritten Testtags waren, dokumentierte nur wenig später KTM-Ass Pol Espargaro. Der Pilot der RC16 mit der Nummer 44 kam nochmals schneller um die Rennstrecke: 1:57,299 min. Damit ist Espargaro beim Shakedown schneller als KTM-Held Acosta im zweiten Qualifying vor wenigen Monaten!
Und es geht noch zügiger. Aleix Espargaro zog nach gut einer Stunde Testbetrieb erneut aus und schraubte die Bestzeit um ein weiteres Zehntel nach unten. 1:57,173 min bedeutete zugleich die schnellste jemals in Sepang gefahrene Runde einer Honda. Das während der anstehenden drei Tage des offiziellen Sepang-Tests ab dem 3. Februar der Streckenrekord von Pecco Bagnaia (1:56,337 min) fällt, kündigt sich damit bereits an.
Die schwer beeindruckende Pace der Espargaro-Brüder überstrahlte, dass auch die meisten anderen Tester am dritten und letzten Tag des Shakedowns teils deutlich zulegten. Allen voran: Yamaha-Pilot Fabio Quartararo. Der Franzose konzentrierte sich auf Arbeiten an einem Motorrad und landete zur Mittagszeit bei einer 1:57,7 min. Jack Miller, der Tag 2 an der Spitze des Felds aus sieben Testern und fünf Stammpiloten angeführt hatte und als Erster unter der Marke von 1:58 min geblieben war, fährt aktuell niedrige 1:58er-Zeiten, sitzt dabei aber auf unterschiedlichen Bikes.
Ein deutliches Lebenszeichen gab es gleich in der Früh von Rookie Diogo Moreira. Der Moto2-Champ hatte am zweiten Tag nur wenig trainiert, heute steigerte er sich auf eine 1:58,338 min – Moreira ist damit aktuell schneller unterwegs als Pramac-Yamaha-Rookie Toprak Razgatlioglu, der sich auf mittlere 1:58er-Rundenzeiten eingependelt hat.
Wie schnell der Kurs aktuell ist, zeigt auch das Tempo vom einzigen Aprilia-Tester. Lorenzo Savadori gelang ebenfalls eine 1:58er-Runde. Der Italiener fährt damit rund 1,5 Sekunden schneller als beim letzten Sepang-Test.
Viel Ausdauer zeigt KTM. Wieder sind drei RC16 unterwegs. Neben dem pfeilschnellen Pol Espargaro beschäftigt sich Dani Pedrosa mit dem 2026er-Renner. Mika Kallio spulte weiter Runden mit einer Vorentwicklung des aktuellen 1000er-Bikes ab.
Einsamer Ducati-Tester bleibt der 39 Jahre alte Michele Pirro. Bislang steuerte der Corse-Pilot nur eine GP26. Als Pirro gegen 13.30 Uhr alleine testete, warf der Routinier sein Bike in Kurve 14 ins Kiesbett. Pirro blieb unversehrt. Am 3. Februar wird sich das Bild auf der Strecke ändern, dann werden fünf Desmosedici mit den Marquez-Brüdern, Bagnaia, Di Giannantonio und Morbidelli auf Zeitenjagd gehen.
Zeiten Shakedown Sepang-Test, Tag 3, 14.00 Uhr:
Aleix Espargaro (E), Honda, 1:57,173 min
Pol Espargaro (E), KTM, +0,126 sec
Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,546
Jack Miller (AUS), Yamaha, +0,921
Alex Rins (E), Yamaha, +1,007
Diogo Moreira (BR), Honda, +1,165
Toprak Razagatlioglu (TR), Yamaha, +1,292
Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +1,775
Michele Pirro (I), Ducati, +1,844
Dani Pedrosa (E), KTM, +2,203
KTM-Testbike 1, +2,634
Yamaha-Testbike 2, +2,989
Yamaha-Testbike 1, +3,981
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