Bruno Spengler: Ein bisschen wie Stockcar

Von Andreas Reiners
DTM
Bruno Spengler

Bruno Spengler

Der Titelverteidiger blieb erneut punktelos. Auf dem Nürburgring ging die Konkurrenz nicht zimperlich mit dem BMW-Mann um.

Auf der Zielgeraden der Saison scheint Bruno Spengler das Glück zu verlassen. In Moskau zerstörte Audi-Pilot Miguel Molina durch eine Kollision das Rennen des Kanadiers, der leer ausging. Auf dem Nürburgring folgte dann als 14. die nächste Nullnummer. Diesmal waren es so ziemlich alle Fahrer, die den 29-Jährigen auf die Hörner nahmen. «Ich fand es im Rennen speziell gegen mich ein bisschen wie Stockcar. Das ist das zweite Rennen in Folge, in dem ich am Ende ein halbes Auto habe», sagte Spengler SPEEDWEEK.COM.

Einen speziellen Konkurrenten pickte sich Spengler dann aber heraus. Im positiven Sinn: «Der einzige, der fair mit mir unterwegs war, war Mike (Rockenfeller). Ich habe ihn eigentlich auch immer fair erlebt. Er verdient es, wo er ist im Moment», sagte der BMW-Pilot, schränkte dann aber ein: «Was die anderen gegen mich gemacht haben, fand ich sehr unfair. Das ist nicht mein Stil, so versuche ich nicht zu gewinnen», so Spengler.

Pikant: Der Titelverteidiger hat vor allem die Audi-Autos als Übeltäter ausgemacht. Absicht? Immerhin war Spengler bis zum Nürburgring erster Verfolger von Spitzenreiter Mike Rockenfeller. «Ich weiß nicht ob es Absicht war, das will ich auch nicht sagen. Es ist aber auf jeden Fall ein Fakt. Moskau war auch ein Fakt», so Spengler.

Am Ende eines für ihn enttäuschenden Rennens stand Platz 14. «Durch die Regenbedingungen konnte ich einigermaßen mitkämpfen, aber später im Trockenen war es nicht mehr möglich», so der Kanadier, der als Gesamtvierter nun 39 Punkte Rückstand auf Rockenfeller hat.

Im vergangenen Jahr fing Spengler den souverän führenden Gary Paffett im letzten Rennen noch ab. Gibt es auch 2013 eine spektakuläre Aufholjagd? Spengler ist zumindest bereit. «Es gibt noch 75 Punkte. Und da werde ich alles versuchen, die zu holen. Ich habe letztes Jahr selber aufgeholt. Deswegen weiß ich, wie schnell sich der Wind drehen kann. Solange ich noch nicht tot bin, laufe ich bis zum Ende, bis zur Zielflagge in Hockenheim.»

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