DTM: Fragen und Antworten zum Performance-Gewicht

Von Andreas Reiners
DTM
Neu in dieser Saison: die Performance-Gewichte

Neu in dieser Saison: die Performance-Gewichte

In Oschersleben kommen die neuen Performance-Gewichte erstmals zum Einsatz. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Um was geht es?

Im Grunde um noch mehr Ausgeglichenheit in der DTM. «Wir wollen ein Feld haben, das zusammen ist. Und dass keiner weg- oder hinterherfährt. Jeder soll um den Sieg fahren können», erklärte DTM-Chef Hans Werner Aufrecht die Rückkehr zu den Gewichten. Für das Auftaktrennen auf dem Hockenheimring wurde das Fahrzeuggewicht von 1.110 kg um 10 kg auf 1.120 kg angehoben. Aufgeteilt sind die Gewichte in einheitliche Ballast-Blöcke aus Wolfram von jeweils 2,5 kg, die in einer Stufe im Unterboden etwa auf Höhe der Fahrerfüße montiert werden.

Wie wird das Performancegewicht ermittelt?

Wie der Name schon sagt: Durch die Performance. Als Referenz dient das vorherige Rennen. Grundsätzlich müssen der Sieger eines Rennens, aber auch seine Markenkollegen, beim kommenden Rennen fünf Kilogramm aufladen. Aber: Dies gilt nur für die Markenkollegen, die in die Top Ten gefahren sind. Alle anderen bekommen 2,5 Kilogramm aufgebürdet.

Für die Autos der zweitbesten Marke ändert sich nichts. Die Piloten der drittbesten Marke dürfen, falls es für die Top Ten gereicht hat, 2,5 Kilogramm abladen. Ansonsten gehen fünf Kilogramm runter. Ausnahme: Da mit den Gewichten die Ausgeglichenheit gewährleistet werden soll, wird an den Gewichten für den Fall, dass alle drei Hersteller auf dem Podium stehen, im darauffolgenden Lauf nichts verändert. Höchstgrenzen gibt es ebenfalls, sowohl zehn Kilogramm nach oben als auch nach unten. Der maximale Unterschied zwischen zwei Autos beträgt also 20 Kilogramm.

Wer ist in Oschersleben betroffen?

In Oschersleben ist vor allem BMW aufgrund des Auftaktsieges durch Marco Wittmann in Hockenheim betroffen. Wittmann, Timo Glock, Bruno Spengler, Martin Tomczyk, Augusto Farfus und Joey Hand bekommen fünf Kilogramm dazu, ihre Markenkollegen Maxime Martin und António Félix da Costa (BMW) bekommen jeweils 2,5 Kilogramm Zusatzgewicht. Bei Audi bleibt alles beim Alten, Mercedes darf kollektiv fünf Kilogramm ausladen, da in Hockenheim kein Pilot in den Top Ten gelandet ist.

Was haben die Gewichte für Auswirkungen?

Da gehen die Meinungen vor dem ersten Einsatz am Wochenende ein klein wenig auseinander. Es wird auf jeden Fall von der jeweiligen Strecke abhängen. Faustregel: 10 Kilogramm machen in etwa eine bis zwei Zehntel pro Runde aus. Vor allem im Qualifying kann das bei der hohen Leistungsdichte dazu führen, dass es einige Plätze nach vorne geht.

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