Audi: Erneut kein Sieg, aber vorne stark vertreten

Von Andreas Reiners
DTM
Jamie Green und Mattias Ekstzröm auf dem Podium

Jamie Green und Mattias Ekstzröm auf dem Podium

Zwei Audi-Piloten auf dem Podium, sechs Audi in den Top Ten – die Kommentare der Fahrer nach dem DTM-Rennen auf dem Norisring.

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi-Motorsportchef): Nach den Erfolgen bei den 24 Stunden von Le Mans und dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring hätten wir natürlich auch gerne endlich unser DTM-Heimspiel auf dem Norisring gewonnen. Leider hat es nicht geklappt, aber das ist kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Ganz im Gegenteil: Wir haben eine ganz starke Leistung der gesamten Audi-Mannschaft gesehen und heute mehr Punkte geholt als bei den ersten drei DTM-Rennen – das war auf dem Norisring noch nie der Fall.

Dieter Gass (Leiter DTM): Es war kein Sieg, aber Audi war vorne stark vertreten: Sechs Audi sind in den Punkten, zwei auf dem Treppchen. Damit müssen wir zufrieden sein, auch wenn es für die mittlere Stufe auf dem Podium leider wieder nicht gereicht hat. Positiv ist, dass wir auf allen Strecken und bei allen Bedingungen konkurrenzfähig sind. Wir wollen nun auch endlich den ersten Saisonsieg einfahren – und das ist jetzt unsere Zielrichtung für das nächste Rennen in Moskau.

Jamie Green: Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Natürlich wäre es toll gewesen, für Audi hier zu gewinnen. Das war unser Ziel und das haben wir nicht ganz geschafft. Aber es begann schlecht mit einem Zwischenfall mit Paul di Resta nach dem Start hinter dem Safety-Car. Seine Linie und sein Speed haben mich überrascht, leider hatten wir einen Kontakt, dadurch verlor ich Zeit auf den Führenden Robert Wickens. Ich bekam eine Durchfahrtsstrafe. Wenn man die ganze Action betrachtet, kann ich mich über den zweiten Platz freuen. Ich freue mich auch über das erste Podium, das ich mit dem Audi Sport Team Rosberg erzielt habe. Darauf können wir aufbauen.

Mattias Ekström: Es war ein guter Tag, ich habe das Fahren im RS 5 DTM genossen, das Auto war im Trockenen und im Nassen gut. Ich feiere den dritten Platz nicht wie einen Sieg, aber wir haben Punkte für die Meisterschaft und die schnellste Rennrunde. Wir haben gezeigt, dass man mit uns im Kampf um den Sieg rechnen kann. Leider müssen wir ein ganzes Jahr warten, bis wir hier wieder antreten.

Edoardo Mortara: Es war ein verrücktes Rennen für mich, wir sind von Startposition 20 auf Platz vier vorgefahren. Wir hatten ein tolles Auto und einen guten Rhythmus. Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf Moskau.

Mike Rockenfeller: Das ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis. Von da, wo wir gestartet sind, wäre ein gutes Ergebnis möglich gewesen – das haben andere Fahrer ja gezeigt. Die haben viele Positionen gutgemacht. Das haben wir nicht. Ich habe am Anfang des Rennens einige Plätze verloren, weil das Auto auf Regenreifen langsam war. In der Mitte des Rennens wurde es besser, auch hat mich das Team zur richtigen Zeit zum Stopp geholt. Am Ende gab es aber leider Probleme mit den Bremsen und ich war glücklich, es bis ins Ziel geschafft und vier Punkte gesammelt zu haben.

Adrien Tambay: Es war ein hartes Rennen und es wäre leicht gewesen, einen Fehler zu machen und auszuscheiden. Ich habe keine Fehler gemacht. Wir hatten einen kleinen Zwischenfall mit Pascal (Wehrlein), das tut mir leid. Es war schwierig auf der feuchten Strecke mit Slicks zu fahren.

Timo Scheider: Ein Punkt! Das ist von da hinten, wo wir herkommen, grundsätzlich erst einmal okay. Das war ja auch das Ziel. Wir haben elf Plätze gutgemacht. Aber wir wollen um Siege kämpfen, nicht nur um Punkte – das ist natürlich nicht zufriedenstellend. Das Rennen hat Spaß gemacht. Ich hatte viele Kämpfe und es ist relativ schnell vergangen. Die Pace, die das Auto unter den jeweiligen Bedingungen hatte, war gut. Von daher gehen wir jetzt mit einem blauen Auge nach Hause.

Nico Müller: Im Chaos nach dem Start hat sich Joey Hand in der zweiten Runde verbremst und mich umgedreht. Danach war ich ganz hinten. Wir haben auf das Safety-Car gepokert und gleich den Boxenstopp gemacht, aber das Safety-Car kam nicht und wir waren dann hinten. Mit den Blauen Flaggen hat es nicht gut funktioniert, ich habe zu lange gewartet, eine Durchfahrtsstrafe bekommen und noch eine Runde verloren. Es war ein enttäuschendes Rennen.

Miguel Molina: Wir hatten eine ziemlich aggressive Strategie, bei der wir bei erster Gelegenheit in die Box gefahren sind. Im Nachhinein eine falsche Entscheidung, denn es wurde trockener und es gab auch keine Safety-Car-Phase, auf die wir spekuliert hatten. Natürlich bin ich von diesem Rennwochenende enttäuscht, aber in der Fahrerwertung liegen wir noch gut. Wenn wir unseren Rhythmus halten, sind wir in der Lage, an die guten Ergebnisse der ersten Rennen anzuschließen.

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): Es war ein spannendes Rennen, Mattias (Ekström) und Edo (Mortara) sind von hinten weit nach vorn gekommen, das war sensationell. Aber auch Adrien (Tambay) hat einen tollen Job gemacht. Die Strategie bei Miguel (Molina) ist leider nicht aufgegangen, aber wir hatten es vorher abgesprochen und wollten es versuchen. Wir sind mit dem Teamergebnis zufrieden und haben gute Voraussetzungen für das nächste Rennen.

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): Ein super Rennen für Audi. Ein klasse Ergebnis. Gratulation an Mattias (Ekström) und Jamie (Green) für die Podiumsplätze. Wir haben uns auch von hinten vorgekämpft, aber leider etwas den Anschluss verloren. Das konnte man am Ende nicht mehr aufholen. Aber wir haben noch Punkte geholt und blicken jetzt nach vorn.

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): Ich bin sehr zufrieden. Es war ein tolles Wochenende. Gratulation an Jamie (Green), er hat einen sensationellen Job gemacht. Ich freue mich auch für das Team, die Jungs haben das verdient. Für Nico (Müller) war es schade, dass er umgedreht wurde, denn seine Pace war gut. Er hat das Auto heimgebracht, das ist beim ersten Einsatz auf dem Norisring ehrenwert.

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