DTM Nürburgring-Rennen: Wittmann fährt Titel entgegen

Von Andreas Reiners
Erneuter Sieg für Marco Wittmann

Erneuter Sieg für Marco Wittmann

Marco Wittmann hat nach seinem vierten Saisonsieg auf dem Nürburgring 120 Punkte auf dem Konto und 64 Zähler Vorsprung auf die Verfolger.

Der Jubel bei Marco Wittmann kannte keine Grenzen. Der BMW-Pilot umarmte erst einmal jeden, der ihm über den Weg lief. Kein Wunder: Mit seinem Start-Ziel-Sieg beim siebten DTM-Saisonrennen auf dem Nürburgring dürfte dem 24-Jährigen der Titel kaum noch zu nehmen sein.

Hinter Wittmann fuhr Titelverteidiger Mike Rockenfeller mit 1,2 Sekunden Rückstand auf Platz zwei, Dritter wurde sein Audi-Markenkollege Edoardo Mortara. Mit seinem vierten Saisonsieg baute Wittmann sein Punktekonto in der Gesamtwertung auf 120 Punkte aus und hat damit vor den letzten drei Rennen des Jahres und somit noch 75 zu vergebenen Punkten 64 Zähler Vorsprung auf die beiden Audi-Piloten Mortara und Mattias Ekström (56).

Wittmann profitierte natürlich auch vom Aus Ekströms. Für den Schweden war das Rennen nach wenigen Runden mit einem Schaden am Audi vorzeitig beendet.

Ein starkes Ergebnis gab es für Mercedes zu bejubeln. Paul di Resta, Daniel Juncadella und Christian Vietoris fuhren auf die Plätze vier bis sechs. Maxime Martin landete als zweitbester BMW-Pilot nach dem schwachen Qualifying immerhin auf Platz sieben vor seinem Markenkollegen Martin Tomczyk. Das starke Mercedes-Resultat rundeten Pascal Wehrlein und Robert Wickens auf neun und zehn ab.

Perfekter Start für Wittmann

Dunkle Wolken hingen über dem Nürburgring, zunächst blieb es jedoch trocken. Regenreifen waren trotzdem freigegeben, so dass es kein Boxenstoppfenster gab. Wittmann erwischte mal wieder einen perfekten Start. Dahinter verbesserte sich Rockenfeller noch vor der ersten Kurve auf den zweiten Platz. Juncadella und di Resta rückten ebenfalls ein paar Plätze nach vorne.

Ganz bitter für Ekström: Der Schwede musste mit Problemen am Audi früh an die Box. «Das Auto ist unfahrbar», funkte er wenig später und musste schließlich ganz aufgeben. Zuvor war auch Audi-Pilot Miguel Molina nach einer Kollision mit seinem Markenkollegen Jamie Green ausgeschieden.

Einige Runden später erwischte es den nächsten Audi-Mann. Timo Scheider wurde von Robert Wickens abgeschossen. Scheider rauschte in Teamkollege Nico Müller und konnte mit seinem stark beschädigten Boliden nicht mehr weiterfahren. Wenig später war auch für Müller das Rennen beendet. Damit war nach gerade einmal zehn Runden die Hälfte der Audi-Flotte ausgeschieden. Wickens wurde für die Aktion nicht bestraft, die Rennleitung wertete das als normalen Rennunfall.

Wickens schießt zwei Audis ab

In Runde elf ging das muntere Abschießen weiter: Jamie Green und Augusto Farfus gerieten aneinander, und der Brite schob den Brasilianer quer über die Strecke und schleifte ihn gute 100 Meter mit. Der Rest des Feldes profitierte natürlich von den ganzen Kollisionen. Hinter dem souverän führenden Wittmann lagen weiterhin Rockenfeller und Mortara. Nach vorne geschoben hatten sich dahinter auch di Resta und Juncadella.

In Runde 20 kamen die ersten Piloten auf Optionsreifen in die Box und wechselten auf den Standardpneu. Wittmann konnte seinen Vorsprung von knapp drei Sekunden vor Rockenfeller problemlos verteidigen. Ab der 25. Runde kamen die Fahrer, die auf den Standards gestartet waren, ebenfalls in die Box.

Und starteten schließlich wie gehabt die Aufholjagd auf die zuvor auf den Options enteilten Piloten. Wittmann baute derweil seinen Vorsprung an der Spitze gemütlich aus. Di Resta kämpfte gegen Mortara um einen Podiumsplatz, hatte gegen den auf der Geraden schnelleren Audi aber keine Chance zum Überholen.

Nach reichlich Action in der ersten Hälfte beruhigte sich das Feld in der zweiten Hälfte. Die Top acht war damit beschäftigt, den Vorsprung vor den herannahenden Options-Fahrern so groß wie möglich zu halten. In der 35. Runde musste Farfus seinen Boliden dann doch in der Box abstellen. Die Aerodynamik hatte bei der Kollision mit Green Schaden genommen.

An der Spitze tat sich bis zum Ende des Rennens gar nichts mehr. Lediglich der Kampf um die letzten Punkte in den Top Ten brannte kurz vor Schluss noch einmal auf. Green, bis dato auf Punktekurs, wurde noch bis auf Platz zwölf durchgereicht.

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