DTM: Mercedes-Festspiele auf dem Norisring

Von Andreas Reiners
Robert Wickens

Robert Wickens

Mercedes holt beim sechsten Saisonrennen einen Doppelsieg und platziert sieben Autos in den Top Ten. Audi und BMW bleibt nur die staunende Zuschauerrolle.

Mercedes bleibt auf dem Norisring eine Macht: Die Stuttgarter feierten nach dem Vierfach-Triumph am Samstag beim sechsten Saisonrennen am Sonntag einen Doppelsieg. Robert Wickens gewann den zweiten Lauf des dritten DTM-Events der Saison vor seinem Markenkollegen Christian Vietoris. Dritter wurde BMW-Pilot Bruno Spengler vor Audi-Mann Mattias Ekström.

Für Mercedes setzte sich eine beeindruckende Siegesserie auf beeindruckende Art und Weise fort. 2002 war es Audi-Pilot Laurent Aiello, der zuletzt in einem Auto ohne Stern gewinnen konnte. Und ob es nach Regenschauern nun widrige Wetterverhältnisse herrschen wie am Samstag oder trockene Bedingungen wie am Sonntag – Mercedes ist auf dem Stadtkurs nicht zu schlagen.

Fünf weitere Boliden, also sieben insgesamt unter den ersten Zehn, sind dafür ein eindeutiger Beleg. Pascal Wehrlein, Paul di Resta, Gary Paffett und Daniel Juncadella fuhren auf die Ränge fünf bis acht, Lucas Auer holte trotz einer Fünf-Sekunden-Strafe als Neunter seine ersten beiden Punkte.

Gesamtspitzenreiter Jamie Green ging nach einer Berührung mit Maxime Martin letztendlich leer aus. Wie schon am Vortag ächzten die Ingolstädter vor allem unter den Performance-Gewichten, denn auch der Rest der Mannschaft fuhr nur hinterher oder schied aus.

Eine Enttäuschung war das zweite Rennen des Wochenendes auch für BMW. Die Münchner, die am Samstag noch einen Aufwärtstrend zu verzeichnen hatten, gingen trotz der Pole Position von Bruno Spengler unter. Neben dem Kanadier punktete nur noch Martin als Zehnter.

Kleinholz nach dem Start

Der Start hatte es in sich. Vorne verteidigte Spengler seine Führung, Wickens schob sich auf Platz zwei, Auer auf vier. Der Österreicher hatte beim Start aber nicht vorschriftsmäßig seinen Platz eingenommen und bekam eine Pitstop-Strafe (fünf Sekunden) aufgebrummt.

Kleinholz gab es weiter hinten: Maximilian Götz rauschte vor der ersten Kurve in Timo Glock rein, der wiederum in seinen Voerdermann fuhr und wenig später seine Motorhaube verlor, was schließlich das Safety Car auf den Plan rief. Auch Mike Rockenfeller und Augusto Farfus überstanden die ersten Meter des Rennens nicht und mussten ihre Boliden abstellen. Verlierer des Starts war auch Green, der auf Platz elf zurückfiel.

In Runde 14 wurde Spengler durchgereicht. In der ersten Kurve wurde er zunächst von Wickens geschnappt, danach noch von drei weiteren Konkurrenten. Wickens führt das Feld vor Vietoris und Ekström an.
Nach 20 Minuten kam das Feld nach und nach für den Pflichtstopp in die Box. Nach den Stopps blieb Wickens weiter in Führung vor Vietoris und Ekström. Spengler lag auf vier, di Resta hatte sich auf Platz fünf nach vorne gekämpft vor Wehrlein, Paffett und Juncadella.

In der verbliebenen Zeit fuhren die Mercedes-Piloten den Erfolg sicher nach Hause. Green war lange Zeit als Neunter auf Punktekurs, ?fiel nach einer Berührung mit Martin aber aussichtslos zurück. Spengler schnappte sich nach einem sehenswerten Manöver noch Ekström und landete so zumindest noch auf dem Podium.

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