DTM-Rookie Ocon: In Spa Manor-Kollege von Wehrlein?

Von Andreas Reiners
DTM
Esteban Ocon

Esteban Ocon

Für Esteban Ocon könnte es mit dem Traum von der Motorsport-Königsklasse schneller gehen als gedacht. Sitzt der aktuelle DTM-Pilot in Spa bereits in einem Formel-1-Stammcockpit?

Zuletzt hatte der talentierte Franzose Gerüchte um einen Platz bei Renault für die Saison 2017 heruntergespielt. Renault-Teamchef Fred Vasseur hatte laut darüber nachgedacht, Ocon im kommenden Jahr permanent in einen GP-Renner zu setzen. Ocon selbst will sich aber vor allem auf die DTM konzentrieren, wo er aktuell für Mercedes fährt. Das hatte er zuletzt nochmals betont.

Die Gerüchte scheinen ihn aber zu beflügeln. Beim vergangenen DTM-Event in Zandvoort hatte er im ersten Rennen des Wochenendes als Neunter seine ersten Punkte in der Tourenwagen-Serie eingefahren.

Doch nun gibt es neue Gerüchte, und die drehen sich erneut um ein Formel-1-Cockpit, allerdings eines für 2016. Denn Ocon gilt als Kandidat, um bei Manor als Ersatz für Rio Haryanto einzuspringen und neuer Teamkollege des amtierenden DTM-Champions Pascal Wehrlein zu werden.

Der Indonesier Haryanto hat zwar für eine komplette Saison 2016 unterschrieben, aber seine Einsätze sind von einem steten Geldfluss abhängig, und der ist ins Stocken geraten, wie das Management des Asiaten nicht verheimlicht. Neben Ocon gilt auch McLaren-Talent Stoffel Vandoorne als mögliche Alternative.

Ocon ist weiterhin Mercedes-Junior (auch wenn er an Renault ausgeliehen ist). Toto Wolff muss an die Zeit nach 2018 denken, wenn die Verträge mit den Stars Nico Rosberg und Lewis Hamilton auslaufen. Dann soll ein junger Pilot nachrücken. Die Frage wird dann sein: Pascal Wehrlein oder Esteban Ocon? Für Mercedes wäre es eine Win-Win-Situation, auch Renault würde davon profitieren. Und natürlich der 19-Jährige selbst.

Ocon ist wenig überraschend bereit. «Wenn es eine Möglichkeit gibt, würde ich sie annehmen. Ich wäre bereit, das ist sicher», sagte Ocon Sky Sports F1. Dass die Motorsport-Königsklasse immer sein Ziel war und ist, ist klar. Und daher war es auch von Anfang an klar, dass die DTM nur eine Durchgangsstation für ihn ist.

Er sei gerne ein Teil der DTM, wolle aber nicht zu lange bleiben, sagte er nun. Theoretisch könnte er beides machen, die verbleibenden DTM-Termine in Moskau, auf dem Nürburgring, in Budapest und in Hockenheim überschneiden sich nicht mit den Formel-1-Rennen. Ocon reist dem F1-Tross als Renault-Ersatzmann in dieser Saison neben seinem DTM-Engagement sowieso hinterher.

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