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Weniger DTM-Autos 2017: Was sagen die Fahrer?

Für die 24 Fahrer der DTM brechen harte Zeiten an. Mindestens sechs von ihnen könnten 2017 ohne Cockpit in der Tourenwagenserie dastehen.

DTM

Im Artikel erwähnt




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Es könnte einer der radikalsten personellen Einschnitte der vergangenen Jahre werden: Die DTM denkt intensiv darüber nach, in der kommenden Saison mit nur noch sechs Autos pro Hersteller anzutreten. Für die Fahrer würde das bedeuten, dass sie mehr als sonst um ein Cockpit für 2017 zittern müssen.

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Auch wenn Hersteller und Fahrer in der Regel ein Geheimnis um Vertragsinhalte machen, haben die wenigsten von ihnen einen längerfristigen Kontrakt. Oft werden nur Ein-Jahres-Verträge abgeschlossen. Für den Großteil des Fahrerfeldes heißt es demnach: Nach dem Saisonende beginnt das große Zittern, ob es für eine Weiterbeschäftigung reichen wird. In diesem Jahr dürfte das Bangen noch mehr Piloten betreffen als früher.

Denn neben den zwei Plätzen, die durch den Rotstift sowieso wegfallen, könnten Audi, BMW und Mercedes den radikalen Schnitt auch nutzen, um ihren Kader weiter umzukrempeln. Audi zum Beispiel hat zuletzt vor der Saison 2014 einen Wechsel auf der Fahrerseite vorgenommen, BMW fährt in der zweiten Saison in Folge mit dem gleichen Personal.

Dadurch hatte Mercedes-Pilot Esteban Ocon die Rookie-Wertung in diesem Jahr für sich alleine, der Franzose ist inzwischen auch schon wieder weg und fährt für Manor in der Formel 1.

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Die Fahrer kennen die Diskussionen und Gerüchte natürlich. Und natürlich müssen sie es so nehmen, wie es kommt. Gut finden müssen sie es deshalb noch lange nicht. Mattias Ekström sah man es deutlich an, was er von einer Reduzierung des Fahrerfeldes hält. "Ich behalte das lieber für mich, was ich darüber denke. Der bezahlt, der schafft an. Fertig. So wird es auch bleiben. Ich akzeptiere die Entscheidung", sagte der Schwede SPEEDWEEK.com.

Sein Markenkollege Mike Rockenfeller meinte: "Es kommt eh, wie es kommt. Das hat es ja schon mal gegeben. Das Racing muss gut sein. Ob es nun 18 oder 24 Autos sind - das ist nicht entscheidend. Wenn es denn am Ende geiler Sport ist."

Gary Paffett versteht das Kostenproblem der Hersteller, glaubt aber auch nicht, dass 18 Autos am Ende ein großes Problem für die DTM selbst darstellen würden. "Ich möchte nicht, dass das passiert, ich kann aber die Gründe nachvollziehen. Es sind dann immer noch 18 konkurrenzfähige Autos auf der Strecke. Ich glaube nicht, dass es ein großes Problem ist", sagte der Brite. Er hofft auf einen ganz anderen Effekt: "Das ideale wäre, wenn mehr Hersteller in die Serie kommen und das Starterfeld auffüllen. Das ist es, was wir wollen. Das ist das Ziel."

Timo Scheider hofft vor allem, dass er selbst Teil der DTM-Familie bleibt. "Alles andere liegt nicht in meinen Händen. Wir werden mit der Fahrergewerkschaft natürlich unsere Meinung sagen", sagte der Audi-Fahrersprecher. Die lautet: "Je mehr Autos, desto größer die Action. Wir hatten das zwar schon mal, aber ob es das Ganze besser macht, ist eine andere Frage. Wir müssen aber auch sensibel mit der Situation der Hersteller umgehen."

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Timo Glock findet, dass 18 Autos im Rennen selbst niemanden interessiere. "Wenn du dir ein Rennen anschaust, siehst du die ersten Fünf und zwischendurch mal einen Zweikampf. Es sieht vielleicht in der Startaufstellung ein wenig düster aus. Man darf aber auch nicht immer alles negativ sehen. Wir haben mit dem Reglement viel ins Positive gedreht", sagte Glock.

Was die DTM viel mehr kaputt mache, seien Diskussionen über bereits abgemachte Dinge, findet Glock. Wie zum Beispiel die Zugeständnisse an BMW, die vor Zandvoort wieder abgeschwächt werden sollten. "Wenn sich alle die Hände geben und sagen: „So machen wir es“ und mitten im Jahr meinen, weil sie so viel Scheiße bauen: „Es war alles falsch, das drehen wir zurück“: Das macht die DTM kaputt. Das Hin und Her, denn wir müssen in eine Richtung gehen und zusammen an einem Strang ziehen. Ohne den Zuschauer, ohne eine gute Show funktioniert die DTM nicht."

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