Kessel Racing schickt 2019 drei Frauen in die ELMS

Von Oliver Müller
ELMS
Die drei Rennfahrer-Damen Michelle Gatting, Rahel Frey und Manuela Gostner (v.re.) und ein Ferrari 488 von Kessel Racing

Die drei Rennfahrer-Damen Michelle Gatting, Rahel Frey und Manuela Gostner (v.re.) und ein Ferrari 488 von Kessel Racing

Mit Manuela Gostner, Rahel Frey und Michelle Gatting stellt das Schweizer Team Kessel Racing das erste reine Frauentrio in der Geschichte der European Le Mans Series (ELMS). Die Damen pilotieren einen Ferrari 488 GTE.

In der European Le Mans Series (ELMS) steht in diesem Jahr erstmals ein reines Damenteam am Start. So teilen sich Manuela Gostner, Rahel Frey und Michelle Gatting das Cockpit eines Ferrari 488 GTE vom Schweizer Team Kessel Racing. «Wir können es schon gar nicht mehr abwarten, in die neue Saison zu starten. Wir sind ein sehr spezielles und erfahrenes Team. Mit Stolz blicken wir auf das Abenteuer mit unserem weiblichen Line-up», freut sich Teamchef Ronnie Kessel auf das historische Projekt.

Insbesondere der Name Rahel Frey ist im Motorsport weitläufig bekannt. Die Schweizerin trat 2011/2012 für Audi in der DTM an und fährt seit 2013 im ADAC GT Masters. Manuela Gostner hat vor allem in der Ferrari Challenge auf sich aufmerksam gemacht und Michelle Gatting ist ebenfalls schon lange hinter dem Lenkrad aktiv. Das schnelle Trio hat bereits die erste gemeinsame Bewährungsprobe bestanden. Beim den 12h Gulf konnten Frey/Gostner/Gatting im letzten Dezember in einem richtig starken Feld den sechsten Platz im Endklassement herausfahren. Beim Rennen auf der Formel-1-Strecke in Abu Dhabi wurde aber noch einer der Ferrari 488 GT3 von Kessel Racing verwendet. Für die ELMS wird dann auf einen 488 GTE umgesattelt.

Kessel Racing hatte bereits in der Vergangenheit diverse GTE-Modelle der Marke aus Maranello eingesetzt. Schnell kommen die Jahre 2011 und 2012 in den Sinn, als die Mannschaft aus dem Tessin mit Philipp Peter und dem Polen Michal Broniszewski schon einmal in der ELMS Gas gab. Dazu kam seinerzeit noch ein Programm in der International GT Open. Als dort die GTE-Renner ausrangiert wurden, ging Kessel Racing 2014 sogar noch einmal für eine Saison in der ELMS an den Start. Danach konzentrierte sich das Team auf andere Ferrari-Renner.

So hatte Kessel Racing 2018 mit einem 488 GT3 beispielsweise überlegen den Le Mans Cup gewonnen. Durch den Titel in diesem im Rahmenprogramm der ELMS ausgetragenen Championats konnte sich das Team eine Einladung zu den 24 Stunden von Le Mans sichern. Sollte das Ticket tatsächlich eingelöst werden, wäre es er erste Start von Kessel Racing unter eigenem Namen beim Klassiker an der französischen Sarthe. Die Mannschaft um Ronnie Kessel trat in der Vergangenheit schon öfters als Dienstleister für andere Ferrari-Mannschaften in Le Mans an und hatte dabei stets eine gute Figur gemacht.

Die Rückkehr von Kessel Racing in die GTE-Szene muss das Damen-Trio Gostner/Frey/Gatting übrigens nicht alleine schultern. Denn für die drei Italiener Claudio Schiavoni, Andrea Piccini und Sergio Pianezzola wird sogar noch ein zweiter 488 GTE eingesetzt. Saisonstart der ELMS ist auch in diesem Jahr wieder in Le Castellet (14. April).

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